FTD.de » Politik » Deutschland » Zeise - Bloß nicht Axel Weber

Merken   Drucken   01.03.2010, 19:35 Schriftgröße: AAA

Kolumne: Zeise - Bloß nicht Axel Weber  

Die Kanzlerin will den Bundesbankpräsidenten unbedingt auf den Chefsessel der EZB hieven. Das ist ein Fehler. Er dürfte als Präsident der Bank seine bisher falsche Geldpolitik effektiv durchsetzen - zum Schaden Europas. von Lucas Zeise 
Dass die Bundeskanzlerin wirtschaftspolitisch schlecht beraten ist, wissen wir. Das einzig Gute daran ist, dass Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) dabei keine Rolle spielt. Dann hört es aber schon auf. Am unangenehmsten wird es, wenn die Berater der Kanzlerin Mitglieder der eigenen Seilschaft ein Stück nach oben ziehen oder schieben wollen.

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  • Aus der FTD vom 02.03.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 03.05.2010 19:53:29 Uhr   Otto: Merkels Untergangsseilschaften

    Nun wird also Weber für Merkel auf den Sitz des EZB-Chefs gehievt (und Öttinger dafür von Merkel auf einen Nebenposten abgeschoben)!

    Merkelsche Untergangsvertrauten und leibhaftige Apokalypsereiter für den deutschen Steuerzahler Weber, Asmussen und Weidmann machen also unter dem wohlwollenden Blick des Ersten von Merkels Gnaden gesalbten „Gärtners“ der Nation (und dem eifrigsten Verkäufer der Horror-CDOs an alle Landesbanken) Ackermann weiter das kometenhafte Seilschaft-Hopping auf der Karriereleiter unter dem Schutzschirm der Politik.

    Weber wurde von Asmussen als seinem Professor für Bundesbank-Chefposten empfohlen und von Merkel abgesegnet, Weidmann wurde von seinem Professor Weber Merkel empfohlen und von ihr abgesegnet und Asmussen wurde als „Deregulator“ von Eichel durchgedrückt und war die rechte Hand von Steinbrück (der wiederum in der "Krise" der beste vertraute Ursachenvernebler von Merkel wurde). Alle drei haben vor dem U-Ausschuss Rumpelstilzchen zu der Verursacherfrage gespielt und behaupteten einfach, das alles war nicht absehbar gewesen – die Politik äußerte darauf tiefes Verständnis und so haben beide Seiten sich gegenseitig quasi vor dem Volk die Absolution erteilt!

    Mit dem Sprung zur EZB kann Weber ab 2011, ähnlich Asmussen und Weidmann im U-Ausschuss, zur rechten Zeit Europas entmündigte und ruinierte Steuerzahler über die Ursachen der ihnen über Jahre ungefragt aufgebürdeten und nie abzahlbaren u.a. ABS-Billionen der EZB für Banken einseifen.

    Die EZB nahm und nimmt unter dem politischen Diktat aus Berlin und Paris die selbstbegebenen ABS-Sicherheiten als umgepackte wertlose Schrott-CDOs von den längst durch ihre Eigenkapitallosigkeit bankrotten Banken. Genauso wird die Annahme aller Ramsch-Staatsanleihen als Sicherheiten für zinsloses Bares politisch forciert. So wurden kaum die Boni verkürzenden "Bad Banks" gebraucht, weil seit mind. 2007 die Banken pro Jahr Hunderte Milliarden an Schrottpapieren gegen frisches Bares mit Deckung der Politik und zu Lasten der Steuerzahler so verdeckt umwandelten und diese so niemals mangels Eigenkapital zurücktauschen können!

    Damit wurde die Frage der strafrechtlich evidenten Verursacherfrage komplett vernebelt und ganze Generationen von Steuerzahlern können für den Wahnsinn einspringen!

    Dafür gibt‘s solche Plattitüden wie:
    „die durch die Finanzkrise *nun* angespannte Haushaltslage“ (lustig!)
    „kräftige Belebung des Arbeitsmarktes“ (Statistikparameter wieder frisiert!),
    „unsere sparsame Haushaltsführung“ (nie gespart, stets nur höhere Steuereinnahmen und Ausgaben!),
    „für GR sind es nicht Steuermittel, nur Kredite!“ (keiner der PIIGS-Staaten, geschweige Deutschland oder Frankreich, wird je ihre exorbitanten Schulden selbst tilgen können - bei z.Zt. künstlichen Niedrigstzinsen kann die Zinseszinslast gerade noch mit dem Rücken zur Wand laufend refinanziert werden!)

  • 02.03.2010 12:55:22 Uhr   Kritiker: Er kann's nicht
  • 02.03.2010 11:30:29 Uhr   Leser: zu Punkt 3
  • 02.03.2010 11:12:10 Uhr   Manni: Was stört denn an "WEBER"?
  • 02.03.2010 10:44:42 Uhr   Ankläger: Wann gehen die Profikommentatoren...
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  • Pläne zur Einlagensicherung: Für die Kanzlerin ein Angebot zur Güte

    Die Bundeskanzlerin lehnt Eurobonds kategorisch ab. Vielleicht könnte sie den Plänen zu einer europäischen Einlagensicherung eher zustimmen? Das Vertrauen in die Banken würde steigen. mehr

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