Streik am Flughafen Frankfurt
Eine Einigung zeichnet sich nicht ab, beide Seiten sprechen nicht einmal miteinander. Der Ausstand der rund 190 Vorfeldbeschäftigten wird sich deshalb am Dienstag fortsetzen - erneut mit gravierenden Auswirkungen für viele Passagiere: Hunderte Flüge werden gestrichen, Verspätungen lassen sich nicht vermeiden.
Dass der Arbeitskampf auf Deutschlands größtem Flughafen so erbittert geführt wird, dürfte kaum am GdF-Bundesvorsitzenden Michael Schäfer liegen. Der 56-jährige gelernte Flugdatenbearbeiter verteidigt zwar die Lohnforderungen seiner Gewerkschaft. Aber er sagt auch: "Wir sind gesprächsbereit." Schäfer gilt in der Branche als Mann des Ausgleichs. Nicht "Michi", wie ihn seine Kollegen bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) nennen, hält die Brandreden in diesem Tarifkampf, sondern sein Vorstandskollege Markus Siebers und eben Verhandlungsführer Vogelsang. "Das sind die beiden Antreiber", heißt es sogar unter Kollegen. Der 44-jährige Siebers, im Hauptberuf Fluglotse, ist im GdF-Vorstand zuständig für das Tarif- und Rechtswesen. Allein Vogelsang kann sich aber mit seiner ganzen beruflichen Kraft der harten Tarifauseinandersetzung widmen.