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Merken   Drucken   06.05.2012, 20:49 Schriftgröße: AAA

Wahl in Schleswig-Holstein: Das Comeback von Rot-Grün fällt aus

Leitartikel Die Wahl in Schleswig-Holstein gerät für die Volksparteien zum Desaster. Der Auftrieb der kleinen Parteien zeigt auch, dass die einstige Siegerkonstellation weiter auf sich warten lässt: Rot-Grün hat auf absehbare Zeit keine Chance auf ein Comeback.

Dies war nicht der Abend der großen Parteien: Die SPD bleibt bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein hinter den eigenen Erwartungen zurück, und die CDU lässt, wie auch schon bei den vorangegangenen Wahlen, weiter Federn. Vor allem aber zeigt der bunte Wahlabend, dass das Comeback von Rot-Grün als Siegerkonstellation auch im Hinblick auf die nächsten Bundestagswahlen weiter auf sich warten lässt. Das Comeback ist ausgefallen.

Das wird den Genossen in Nordrhein-Westfalen, wo am kommenden Wochenende der im Vergleich zu Schleswig-Holstein wichtigere Stimmungstest ansteht, kaum gefallen. Noch dazu sie den Grünen keinen Vorwurf machen können, die ein sehr gutes Ergebnis trotz einer starken Piratenpartei erzielten.

Die Sozialdemokraten müssen die Ursachen nun bei sich selbst suchen, schließlich profitierten sie kaum von einer dahinsiechenden Linkspartei - die aus dem Landtag flog und sich in den nächsten Tagen und Wochen wohl um ihr Überleben wird kümmern müssen.

Offenbar scheint selbst ein populärer Kandidat wie Torsten Albig der SPD nicht genügend Antrieb zu geben. Ganz anders als bei der FDP, die ein überraschend gutes Ergebnis erzielte und mit gebührendem Abstand zur Fünfprozenthürde in den Landtag einzieht.

Eine Trendwende für die Bundesliberalen scheint das allerdings nicht zu sein: Die FDP in Schleswig-Holstein hat dank des Wolfgang-Kubicki-Effekts gewonnen, der so aussieht: Man nehme einen durchaus charismatischen Politiker, der glaubhaft einen Selfmademan darstellt, und schneide den Wahlkampf auf ihn persönlich zu.

Die Lehre daraus ist, dass es bei der FDP derzeit vornehmlich auf den Spitzenkandidaten ankommt. Für die Bundes-FDP sieht es dann aber düster aus, denn der Vorsitzende Philipp Rösler scheint mit dieser Aufgabe überfordert zu sein.

  • Aus der FTD vom 07.05.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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Kommentare
  • 11.05.2012 21:15:22 Uhr   Realist: Das Comeback von ROT Grün fällt aus

    Welche Partei vertritt denn noch das Volk? Sieht ziemlich dünn aus. Wählen kann man nur zwischen Not und Elend. Wobei Rot/Grün als ausgewiesene Volkserzieher und Verbotsparteien eigentlich nicht mehr wählbar sind. Auch wenn die FDP Fehler gemacht hat und von der Presse tot geschrieben wird, - eine liberale Partei muss es in Deutschland geben. Vorsicht, sonst landen wir noch alle als Bio-Einheitsmensch.

  • 09.05.2012 10:31:42 Uhr   Z.w.ie(ü)bel: schlappe Wahl / Wahlschlappe
  • 07.05.2012 09:13:44 Uhr   Bernd: Sieger, die Stimmen verlieren
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