Screenshot der Twitter-Seite des Bahn-Konzerns
Alles, was dafür nötig war: ein 120 Seiten starkes Handbuch, neun Monate Vorbereitungszeit und zwölf mit "empathischem Talent" ausgestattete Mitarbeiter, die auf Anfragen nun antworten: "Nein, das ist nicht möglich", "Leider können wir Ihnen hier nicht weiterhelfen", "Tut uns leid" oder auch "Sorry für die Verspätung".
Nun habe ich weder die Bahn'sche Zwitscher-Fibel noch elf einfühlsame Freunde, die einem beim Verfassen eigener Tweets zur Seite stünden. Dennoch möchte ich Grubes "Twitter-Agents" in Sachen Empathie nur ungern nachstehen. Seit Stunden grübele ich nun, wie ich meine Klage, dass sich 1) die Auswahl des Bordrestaurants im Frühjahr auf irgendwas mit Bärlauch und Bärlauch mit irgendwas beschränkt und 2) Piccolotrinkende Kegelklubdamen beim Konsum leicht stören, in einfühlsame 140 Zeichen zwänge.