Die Haushaltswaren der Marke Vileda sollen dem Mischkonzern Freudenberg bald Milliardenumsatz einbringen. "In dieser Dekade, bis 2019, schaffen wir das", sagte Spartenchef Klaus Peter Meier der FTD. Der Umsatz solle zwischen drei und sechs Prozent jährlich zulegen - organisch, also ohne Zukäufe. "Das ist der Korridor, mit dem wir planen."
Wischreiniger, Tücher, Schwämme, Handschuhe: Vileda ist die bekannteste Marke des Weinheimer Mischkonzerns - auch wenn die Sparte Freudenberg Household Products (FHP) mit 677 Mio. Euro nur rund ein Achtel zu den Konzernerlösen von 5,5 Mrd. Euro beisteuert. Ansonsten stellt das Unternehmen Autoteile, Vliesstoffe für Kleidung und Medizin sowie Chemikalien für Kunststoffe her. Über Margen sagte Meier nichts - außer dass er in seiner Firmenzugehörigkeit seit 1995 nur Gewinne erlebt habe: "FHP hat noch nie Geld verloren."
Meiers Zuversicht speist sich vor allem aus der wachsenden Mittelschicht in Asien und Südamerika, die zunehmend zu Vileda-Produkten greift. In Asien werde der Umsatz im laufenden Jahr um 15 Prozent zulegen. Um die Präsenz dort zu steigern, übernahm FHP gerade den Wettbewerber Trade & Investment in Asia (TIA) mit 20 Mio. Euro Umsatz.
Auch Europa legt nach Meiers Worten noch zu - wenn auch weniger stark als geplant. Das Geschäft in Nordeuropa überkompensiere die Flaute im Süden. Im Krisenland Nummer eins bekommt die Haushaltswarenbranche den Frust der Verbraucher besonders zu spüren: "In Griechenland sehen wir einen Rückgang des Marktes um 15 Prozent", sagte Meier.