Im Apothekengeschäft hatte Oesterle zu einseitig darauf gesetzt, dass in Deutschland Filialapotheken erlaubt werden, und seine Apothekenkette DocMorris ganz darauf ausgerichtet. Nun, nachdem der Europäische Gerichtshof die Beschränkung auf drei Apotheken pro Eigentümer bestätigt hat, fehlt Celesio ein Plan B.
Wirklich ausgereifte Pläne sind allerdings auch beim neuen Hoffnungsträger von Celesio, den Pharmadienstleistungen, noch nicht zu erkennen. Der größte Pluspunkt dürfte der Partner Medco sein, der aus den USA Erfahrung in diesem Bereich mitbringt. Dennoch ist offen, ob sich das Geschäftsmodell auf Deutschland übertragen lässt. Davon muss Celesio vor allem die Krankenkassen, die den Service bezahlen sollen, erst noch überzeugen. So ist etwa nicht ausgeschlossen, dass große Kassen solche Dienste lieber selbst anbieten werden.
Schlussendlich wird Oesterle nicht nur sich selbst überzeugen müssen, langfristig zu denken. Sondern auch Celesios Anteilseigner.