Der Ausstand der Vorfeldbeschäftigten ist vorerst beendet - Gewerkschaft und Flughafen sprechen miteinander. Trotz Notbetriebs an Deutschlands größtem Flughafen verliert die Lufthansa Millionen.
Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) nimmt das Gesprächsangebot des Frankfurter Flughafens an. Der Streik der Vorfeld-Beschäftigten werde mit Beginn der Nachtschicht ausgesetzt, sagte ein Gdf-Sprecher am Mittwoch.
Zuvor sollten am Mittwoch weniger Flüge gestrichen werden als in den vorangegangenen Streiktagen. "Bislang sind für heute 165 Annullierungen gemeldet, bei einem geplanten Gesamtaufkommen von 1260 Flügen", sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport am Mittwochmorgen. Der Notbetrieb an Deutschlands größtem Flughafen spielte sich inzwischen ein. Am Freitag waren noch 290 Flüge ausgefallen, am Dienstag waren rund 200 Verbindungen gestrichen worden.
Einige der gestrandeten Passagiere.
Die Vorfeldbeschäftigen streiken bereits den fünften Tag in Folge. Der Streik sollte ursprünglich noch bis Freitag, 23 Uhr andauern. Sollte Fraport nicht auf die Arbeitnehmer zugehen, könne der Arbeitskampf noch Wochen fortgesetzt werden, droht die GdF.
Nur die Lufthansa stört der Streik erheblich. "Bei den Erlösen haben wir bereits einen hohen zweistelligen Millionenbetrag eingebüßt", sagte Lufthansa-Personalvorstand Stefan Lauer der FTD. Seit Streikbeginn am vergangenen Donnerstag bis einschließlich Dienstag seien bei der Lufthansa knapp 700 Flüge ausgefallen, 55.000 Passagiere hätten nicht befördert werden können.
"Wir sind Hauptbetroffener des Streiks", sagte Lauer. Für die Fluggesellschaft ist der Frankfurter Flughafen das mit Abstand wichtigste Drehkreuz. Dem Flughafenbetreiber Fraport stärkte Lauer den Rücken: "Wir sind der Auffassung, dass Fraport der Erpressung durch die GdF nicht nachgeben sollte." Die Forderungen seien nicht hinnehmbar.
Sollte der Arbeitskampf andauern, erwägt die Lufthansa laut Lauer auch juristische Maßnahmen gegen die Gewerkschaft. "Das schließen wir nicht aus." Erwogen würden dann auch Schadenersatzansprüche wegen Unverhältnismäßigkeit.
Der FTD-Versicherungsmonitor hat alle wichtigen Namen und Nachrichten auf dem Radar und bündelt die wichtigsten Informationen aus verschiedenen Quellen. So erhalten Sie einen exzellenten Überblick über die Assekuranz, analytisch kommentiert von FTD-Versicherungskorrespondent Herbert Fromme.
Die verschobene Eröffnung des Berliner Großflughafens BER schlägt Wellen. Die internationalen Flughäfen sind nicht nur dynamische Orte, sondern auch Großunternehmen. Kennen Sie sich gut mit Airports aus?
Zunächst eine Frage zum weltgrößten Flughafen. Derjenige mit dem größten Passagieraufkommen ist …
45 Schritte in die SelbstständigkeitNur wer gut vorbereitet ist, schafft einen erfolgreichen Unternehmensstart. Dieser Gründerfahrplan hilft, die größten Hinder- nisse auf dem Weg in die Selbstständig- keit schnell und sicher zu überwinden. mehr
FinanzierungSie sind an einer Gründungsfinanzierung interessiert? Oder möchten für Ihren Betrieb Fahrzeuge erwerben? Hier finden Existenzgründer und Unternehmer viele Wege zur passenden Finanzierung. mehr
SteuerrechnerEinkommen, Umsatz oder Abfindung: Wie viel bleibt am Ende übrig? Ermitteln Sie Ihre Steuerlast mit den Rechnern von impulse.de und steuerberaten.de. Von Gewerbe bis hin zu Erbschaftsteuer. mehr
Firmenwert ermittelnÜber- oder unterschätzt? Wie viel Sie erwarten können, wenn Sie Ihre Firma verkaufen, zeigt der Firmenwertrechner von impulse.de und Klein & Coll. - einfach und schnell durch die Eingabe weniger Zahlen. mehr
Verträge und VorlagenSie benötigen Dokumente und nützliche Arbeitshilfen für Ihren Geschäftsalltag? Wählen Sie aus fast 5.000 rechtssicheren und aktuellen Verträgen, Vorlagen, Checklisten, Rechentabellen oder Ratgebern. mehr
Aus Sicherheitsgründen möchten wir Ihre E-Mail-Adresse bestätigen.
Klicken Sie bitte dazu den Aktivierungs-Link, den wir Ihnen
gerade per E-Mail an zugesendet haben.
"Zum Handeln geschaffen" lautet Metros Motto. Der neue Konzernchef Olaf Koch scheint den Slogan wörtlich zu nehmen. Mit dem ersten großen Verkauf einer Tochter bricht er den Stillstand bei Metro auf. mehr
Das Gerede von der Abwanderung europäischer Unternehmen an billigere Standorte ist alles andere als neu. Aber wirklich gegangen ist kaum jemand. Denn China ist als Absatzmarkt viel zu wichtig. mehr
Eine Einheitskasse führt nicht zu mehr Gerechtigkeit, sondern zur Zweiklassenmedizin. Statt das duale Gesundheitssystem durch eine Bürgerversicherung zu ersetzen, sollten Menschen mit stabilem Einkommen verpflichtet werden, eine Rücklage für ihre medizinischen Kosten im Alter bilden. mehr
Das Stahlwerkefiasko in Amerika zeigt: Bei ThyssenKrupp versagen die Kontrollinstanzen. Das gilt sowohl für den Aufsichtsrat als auch für die Krupp-Stiftung. mehr
Soll die größte US-Bank zerschlagen werden? Die Größe einer Bank allein ist kein Makel. Der Fall zeigt aber, dass der Derivatehandel eine strengere Aufsicht braucht. mehr
Zahlt der Chef die Krankenzusatzpolice, verzichten Versicherer auf die Gesundheitsprüfung. Davon profitieren vor allem Angestellte mit Vorerkrankungen. Bei arbeitnehmerfinanzierten Modellen schauen die Anbieter aber wieder genauer hin. mehr
Ein Anteilspaket geht an den Industrieausrüster Andritz. Das Grazer Unternehmen kündigt ein Übernahmeangebot an alle Aktionäre an. Für chinesische Interessenten gab es dagegen Absagen. mehr
Der Schweizer Josef Ackermann hat die Expansion der Deutschen Bank forciert. Bei seinem Abgang hinterlässt er alles andere als ein bestelltes Haus. FTD.de zeigt, was seine Nachfolger anpacken müssen. mehr
Graffs Start an der Hongkonger Börse diese Woche sollte der größte Börsengang des Jahres in Asien werden. Doch kurz zuvor macht der britische Edel-Juwelier einen Rückzieher: schlechtes Marktumfeld. mehr
Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions
AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!