Das gelte besonders für Direktversicherer, die nicht über ihren eigenen Vertrieb punkten können. Aber selbst kleine Ausschließlichkeits- und Maklerversicherer setzten verstärkt auf den Aufbau einer starken Marke, wie Gaedeke sagt.
Emotionen und Argumente
Die AachenMünchener zielt mit ihrer aktuellen Kampagne, die seit 2010 läuft, auf die Steigerung der Markenbekanntheit. Die Policen des Unternehmens werden ausschließlich durch die Deutsche Vermögensberatung vertrieben. "Die AachenMünchener hat deshalb die Aufgabe, ohne tausende persönliche Kundenkontakte durch eigene Vermittler die Marke bei Kunden lebendig zu halten", erklärt ein Sprecher. "Mit Geld spielt man nicht", heißt der aktuelle Slogan. "Verbraucher haben jüngst erlebt, dass mit ihrem Ersparten teilweise fahrlässig umgegangen wurde. Dabei haben Finanzkraft und Solidität wieder deutlich an Wert gewonnen", sagt der Sprecher. "Unsere Werbekampagne sendet eine klare Botschaft - und ist emotional zugleich."
Von Fachleuten erhielt der Versicherer für diese Verknüpfung Lob. Ohne Emotionen geht es nicht bei der Markenwerbung. Gleichzeitig macht es gerade das nicht-greifbare Produkt Versicherung so schwer, dabei nicht beliebig zu werden. "Einfach zu sagen ,wir sind zuverlässig und sicher' reicht natürlich nicht", sagt Gaedeke. "Im Zweifel denkt der Kunde dann nach ein paar Minuten, der Spot war von der Allianz, einfach weil die so groß ist." Zeichen und Symbole seien deshalb eine gute Möglichkeit, sich von anderen Anbietern abzusetzen.
Werbekampagnen mit Symbolkraft
Das versucht gerade auch die R+V Versicherung. Das zentrale Element der Kampagne, die im September anlief, ist das Plus-Zeichen. Solche Symbole steigern die Wiedererkennung der Unternehmen, erklärt Marketing-Leiter Alfred Schulz. "Zum anderen verknüpft die breite Öffentlichkeit damit intuitiv ein Qualitätsversprechen."