FTD.de » Finanzen » Aktien + Märkte » Merkel sieht Aufschwung durch Schuldenkrise gefährdet

Merken   Drucken   11.06.2011, 12:12 Schriftgröße: AAA

Euro-Krise: Merkel sieht Aufschwung durch Schuldenkrise gefährdet

Im Streit um ein neues Rettungspaket für Athen fährt die Kanzlerin schwere Geschütze auf: Die Krise bedrohe das Wirtschaftswachstum in ganz Europa. Neue Milliardenhilfen für Athen seien deshalb im Interesse der Bundesrepublik.
© Bild: 2011 dapd
Im Streit um ein neues Rettungspaket für Athen fährt die Kanzlerin schwere Geschütze auf: Die Krise bedrohe das Wirtschaftswachstum in ganz Europa. Neue Milliardenhilfen für Athen seien deshalb im Interesse der Bundesrepublik.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wirbt mit dramatischen Worten für die Beteiligung Deutschlands an einem weiteren Rettungspaket für Griechenland. Eine Verweigerung neuer Milliardenhilfen wäre fatal, warnte Merkel in ihrem am Samstag im Internet veröffentlichten Video-Podcast: "Wir dürfen nichts tun, was den Aufschwung weltweit in Gefahr bringt und dann auch in Deutschland wieder in Gefahr bringen würde." Der Bankrott der US-Investmentbank Lehman Brothers habe in Deutschland 2009 zu einem Wirtschaftseinbruch von fast fünf Prozent geführt. So etwas dürfe sich nicht wiederholen.
Das Wachstum in Deutschland ...

 

Das Wachstum in Deutschland ...

Zum Ergebnis Alle Umfragen

Noch Mitte Mai hatte Merkel die Eigenverantwortung der Griechen hervorgehoben und unter anderem eine Anhebung des gesetzlichen Rentenalters gefordert. Mittlerweile ist aber klar geworden, dass die Hellenen trotz harter Sparbemühungen ohne weitere Hilfen pleite gehen würden. Die Bundesregierung sieht sich deshalb gezwungen, gemeinsam mit den übrigen Euro-Staaten und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zusätzliche Notkredite für Athen auf den Weg zu bringen.
Bundestag pocht auf Beteiligung der Banken
Die Regierungsfraktionen von Union und FDP gaben Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Freitag grünes Licht für die Verhandlungen über das neue Rettungspaket. Die Koalition knüpft ihre Zustimmung zu weiteren Finanzhilfen aber an mehrere Bedingungen. Neben einer Beteiligung privater Gläubiger an dem Rettungspaket fordern Union und FDP auch ein größeres Mitspracherecht des Bundestags.
Nach FTD-Informationen bereiten EU und IWF Notkredite im Umfang von 45 Mrd. Euro vor. 30 Mrd. Euro soll die griechische Regierung selbst durch die Privatisierung von Staatsbesitz aufbringen. Weitere 30 Mrd. Euro sollen durch die Beteiligung privater Gläubiger zusammenkommen. Sie sollen Griechenland nach einem Vorschlag von Bundesfinanzminister Schäuble Schulden in dieser Höhe stunden, erhielten das Geld also später zurück als zunächst geplant.
Wie genau private Investoren - es handelt sich überwiegend um Banken und Versicherungen - dazu bewogen werden sollen, ist aber noch unklar. Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hat zwar Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Es müsse aber eine Lösung gefunden werden, die von den Ratinagenturen nicht als Zahlungsausfall oder Kreditereignis gewertet werde. "Wenn das der Fall wäre, könnte das große Auswirkungen auf den Finanzmarkt auslösen. Es könnte schon deutliche Kettenreaktionen und Erschütterungen geben", warnte Kemmer im Deutschlandfunk.
  • FTD.de, 11.06.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  

Newsletter:   Eilmeldungen Finanzen

Wenn die Deutsche Bank durch einen Stresstest fällt, erfahren Sie es zuerst in unserem Finanznewsletter.

Beispiel   |   Datenschutz
markets - Das Finanzinformationsportal
  DAX 6315,89  [30.14 +0,48%
  Euro Stoxx 50 2156,52  [22.47 +1,05%
  Dow Jones 12529,75  [33.6 +0,27%
  Nasdaq Composite 2839,38  [-10.74 -0,38%
  Euro 1,25403 USD  [0.00054 +0,04%
  Brent-Öl 106,56 USD  [0.25 +0,24%
Tweets von FTD.de Finanz-News

Weitere Tweets von FTD.de

Immobilien-Kompass
Partnerangebot Immobilien suchen in ...
  • Kursverluste, Ärger mit Behörden und der Nasdaq: Das Börsenparkett ist zu glatt für Facebook. Die Internetstars aus Kalifornien sehen am Aktienmarkt aus wie Anfänger. Damit es Ihnen nicht so geht: Testen Sie Ihr Börsenwissen.

    Bei einem Verlust von 30 Prozent - wie stark müsste der Aktienkurs steigen, damit Sie wieder beim Anfangsniveau angelangt sind?

    Börsen-Quiz: Machen Sie es besser als Facebook

    Alle Tests

  14.03. Quiz Kennen Sie sich aus im DAX?

Wer seit Jahresbeginn auf Aktien setzt, kann sich bislang über einen satten Gewinn freuen. Mischen Sie mit bei der Rally - im Quiz von FTD.de. Testen Sie ihr DAX-Wissen.

Seit wann gibt es den DAX?

Quiz: Kennen Sie sich aus im DAX?

Alle Tests

 



AKTIEN + MÄRKTE

mehr Aktien + Märkte

DERIVATE

mehr Derivate

INVESTMENTFONDS

mehr Investmentfonds

IMMOBILIEN

mehr Immobilien

ALTERNATIVE ANLAGEN

mehr Alternative Anlagen

FINANZCHECK

mehr Finanzcheck

FTD-SPEZIAL: FINANZKOMMUNIKATION

mehr FTD-Spezial: Finanzkommunikation

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote