Wer treibt die Griechen in die Pleite?
Â
Antwort 1:
Griechische Politiker
40%
Antwort 2:
Die Bundesregierung
4%
Antwort 3:
Die EU-Kommission
3%
Antwort 4:
Die EZB
2%
Antwort 5:
Alle zusammen
39%
Antwort 6:
Niemand. Die schaffen das
12%
13193 Stimmen
Alle Umfragen
Das erklärte Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) ist es, die griechische Staatsschuldenkrise zu lösen, ohne dass eine Umschuldung als sogenanntes Kreditereignis gewertet wird. Tritt ein Kreditereignis ein, dann haben die Käufer von CDS Anspruch auf Kompensation durch die Verkäufer der Kreditausfall-Swaps.
Unterstützung von Ackermann
Einige Bankchefs wie
Josef Ackermann unterstützen diese Haltung. Griechenland sollte seinen Worten nach "auf keinen Fall einen Zahlungsausfall" erleben. Notfalls müsse die Europäische Union weitere Hilfen zur Verfügung stellen, sagte der Vorstandsvorsitzende der
Deutschen Bank in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Wir müssen ihnen helfen", sagte Ackermann. "Wenn sie weitere Gelder benötigen, müssen wir sie zur Verfügung stellen."
Von anderer Seite wird inzwischen jedoch Kritik laut. Nach Einschätzung von Analysten bei JPMorgan Chase und Bank of America Merrill Lynch entstünde dem Markt durch eine Umschuldung, die keine Swaps auslöst, ein viel größerer Schaden. Denn in diesem Fall säßen die Banken auf nicht abgesicherten Positionen und wären gezwungen, Anleihen zu verkaufen. Das würde die Finanzierungskosten der Staaten zwangsläufig in die Höhe treiben.
"Die EZB hat Angst davor, einen kolossalen Fehler einzugestehen. Den hat sie nämlich begangen, als sie erklärte, es sei ausgeschlossen, dass in der Euro-Zone ein Staat zahlungsunfähig werden kann", urteilte Georg Grodzki, Leiter Kredit-Analyse bei Legal & General Investment Management in London. "Die EZB will ihre Bilanz und ihr Ansehen schützen."