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02.08.2011, 21:53
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Furcht vor Double Dip:
Sorge um USA und Italien beschleunigt Märkte-Talfahrt
Die Angst vor einem Rückfall der USA in die Rezession treibt Anleger aus Aktien. Der Dax fällt unter 6800 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fällt inflationsbereinigt auf historisch einmalige null Prozent. Auch an der Wall Street geht es abwärts.
Ein unerwarteter Rückgang des Privatkonsums in den USA hat am Dienstag den Ausverkauf an den Aktienmärkten verstärkt - die Einigung um Schuldenstreit ließ die Anleger dagegen kalt. Der Standardwerte-Index
Dow Jones fiel um mehr als zwei Prozent und damit unter die 12.000-Punkte-Marke, der breiter gefasste
S&P 500 sackte ebenfalls mehr als zwei Prozent ab. Der
DAX stürzte um mehr als zwei Prozent unter die Marke von 6800 Zählern ab. Der
EuroStoxx 50 verlor zwei Prozent.
Kursinformationen und Charts
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1,25216 USD |
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Die Ausgaben der US-Verbraucher sanken nach Angaben der Regierung im Juni um 0,2 Prozent auf 21,9 Mrd. Dollar. Es war der erste Rückgang in fast zwei Jahren, von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten hatten ein Plus von 0,1 Prozent erwartet. Zwar legten die Einkommen leicht zu, mit 0,1 Prozent verzeichneten sie aber den geringsten Anstieg seit November. Der Privatkonsum steht in den USA für 70 Prozent der Wirtschaftsleistung.
Der
Dollar gab nach Veröffentlichung der Zahlen einen Teil seiner Gewinne gegenüber dem
Euro wieder ab. Die Gemeinschaftswährung drehte zeitweise ins Plus, wurde aber durch beunruhigende Meldungen aus Italien gebremst. Finanzminister Giulio Tremonti vereinbarte nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters für Mittwochmorgen ein Treffen mit dem Vorsitzenden der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker. Zuvor waren die Risikoprämien auf italienische Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit Einführung der Gemeinschaftswährung geklettert.
Der
Schweizer Franken erklomm sowohl gegenüber dem Euro als auch gegenüber dem Dollar ein Rekordhoch. Der Dollar kostete zeitweise nur noch 0,7710 Franken. Der Euro fiel unter die Marke von 1,10 Franken.
Der
Goldpreis hielt sich nahe 1640 Dollar je Feinunze (31,3 Gramm). Das gelbe Edelmetall hatte schon kurz vor Veröffentlichung der enttäuschenden Zahlen zum Privatkonsum ein Rekordhoch erreicht. Bereits am Montag hatten schlechte Zahlen zur Industrieproduktion eine Flucht aus Aktien und anderen riskanten Anlagen in sichere Häfen wie Gold und Bundesanleihen ausgelöst.
Teil 2: Realzins von Bundesanleihen bei null Prozent
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FTD.de, 02.08.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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