Die Laune der amerikanischen Verbraucher hat sich im Januar unerwartet verschlechtert. Das verdirbt den Investoren die Freude an den Ergebnisse des EU-Gipfels: Die Aktienkurse knicken ein, der Euro dreht ins Minus.
Eine deutliche Verschlechterung des Konsumklimas in den Vereinigten Staaten hat die Börsianer am Dienstag kalt erwischt. Der Index für Verbrauchervertrauen des US-Wirtschaftsforschungsinstituts Conference Board fiel im Januar von 64,8 auf 61,1 Zähler. Analysten hatten einen Anstieg auf 68 Punkte vorhergesagt. Zudem sank der Einkaufsmanager-Index des Institute for Supply Management in Chicago, ein wichtiges Konjunkturbarometer für die Wirtschaft im Mittleren Westen der USA, von 62,2 auf 60,2 Zähler.
Der Dow-Jones-Index der US-Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 drehten nach Bekanntgabe der Zahlen leicht ins Minus. Der DAX gab einen Großteil seiner Gewinne wieder ab. Die Verabschiedung des neuen EU-Fiskalpakts auf dem Brüsseler Gipfel hatten den deutschen Leitindex zuvor um bis zu 1,4 Prozent in die Höhe getrieben. Der Euro gab zum Dollar 0,3 Prozent nach.
Die Verschlechterung des Konsumklimas in den USA mache deutlich, "für wie fragil die Verbraucher den Aufschwung halten", sagte der Analyst Steven Wood von Insight Economics in Kalifornien der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Stimmung der Bürger ist für das Wohlergehen der US-Wirtschaft von entscheidender Bedeutung: Rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) hängen von der Inlandsfrage ab.
Die Vereinigten Staaten sind derzeit Hoffnungsträger der gesamten Weltwirtschaft: Während die Euro-Zone auf eine Rezession zusteuert und sich das Wachstum in den großen Schwellenländern zuletzt verlangsamte, legte die weltgrößte Volkswirtschaft im vergangenen Halbjahr nach langer Flaute deutlich zu.
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