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Merken   Drucken   06.02.2010, 10:00 Schriftgröße: AAA

Jobtrends: Den Personalchefs ins Auge fallen

Mindestens zehn Bewerbungen müssen Absolventen derzeit abschicken, um einmal zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Für die Kandidaten ist deshalb wichtig, sich von anderen abzusetzen. Eine Studie zeigt, womit man die Bewerber-Konkurrenz hinter sich lassen kann. von Sabine Meinert 
Bewerber mit einem Schwerpunkt auf Wirtschaft haben derzeit gute Karten. Die Wirtschaftswissenschaften gehören im Moment zu den begehrtesten Fachrichtungen, vor Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik, wenn es um die Einstellung von Mitarbeitern geht. Auch Wirtschaftsmathematiker sind gefragt, zeigt die JobTrends-Studie 2009 des Unternehmens Staufenbiel.
Gefragte Fachrichtungen (Top 20)
1. Wirtschaftswissenschaften 55 Prozent
2. Betriebswirtschaftslehre 51 Prozent
3. Wirtschaftsingenieurwesen 47 Prozent
4. Wirtschaftsinformatik 42 Prozent
5. Informatik/IT/Informationstechnik 41 Prozent
6. Maschinenbau 39 Prozent
7. Elektrotechnik/Elektronik 34 Prozent
8. Volkswirtschaftslehre 23Prozent
9. Rechtswissenschaften 22 Prozent
10. Wirtschaftsmathematik 21 Prozent
11. Mechatronik 20 Prozent
12. Produktionstechnik 20 Prozent
13. Konstruktionstechnik 19 Prozent
14. Verfahrenstechnik/Chemieingenieurwesen 19 Prozent
15. Techn. Informatik/Ingenieurinformatik 18 Prozent
16. Automatisierungstechnik 18 Prozent
17. Mathematik 17 Prozent
18. Software-Engineering 17 Prozent
19. Energietechnik 17 Prozent
20. Logistik/Fördertechnik 16 Prozent
Basis: Angaben von 314 Unternehmen (Mehrfachnennungen möglich)
 
Berufseinsteiger müssen zudem deutlich häufiger damit rechnen, dass ihr Studienverlauf und das Zeugnis genauer unter die Lupe genommen wird - das ist für 81 beziehungsweise 82 Prozent der Personalchefs von Bedeutung. Wichtigstes Einstellungskriterium bleibt aber die fachliche Ausrichtung, die Fächerkombination. Für 94 Prozent der Personalverantwortlichen spielt dieser Punkt die größte Rolle bei ihrer Entscheidung. Quereinsteiger werden es damit in den kommenden Monaten schwerer haben. Stark im Kommen ist dagegen die Kombination aus spezifischem Fachwissen und wirtschaftswissenschaftlichem Zusatzwissen, gaben die Personalabteilungen zu Protokoll.
Die Unternehmen schätzen, dass sie wegen der Krise zunächst weniger Wirtschaftswissenschaftler brauchen. Bezogen auf die nächsten fünf Jahre rechnen sie jedoch mit einem wachsenden Bedarf. Besonders im Consulting, der Finanzbranche und bei Dienstleistern sieht es auf mittlere Sicht rosig aus, so die Personalentscheider.
Werden demnächst wieder mehr Ingenieure gebraucht?   Werden demnächst wieder mehr Ingenieure gebraucht?
Ingenieure, bisher äußerst gefragt, werden nach Meinung der Experten in nächster Zeit dagegen in den klassischen Berufsfeldern Industrie und Autobau weniger angestellt werden. Dennoch wird sich bis 2015 die Nachfrage wieder verstärken. In der Dienstleistungsbranche sind sogar mehr als 70 Prozent der Unternehmen für die nächsten fünf Jahre optimistisch. Ähnlich zeigt sich die Situation bei Informatikern. Juristen bleiben dagegen von der Wirtschaftskrise weitgehend verschont - die Mehrzahl der Firmen schätzt, dass der Bedarf an juristischen Fachkräften gleichbleibt, so die Staufenbiel-Studie. Am besten scheint die Situation für Naturwissenschaftler: gute Aussichten im Moment, steigende Nachfrage in den kommenden Jahren.

Teil 2: Welche Kenntnisse und Fähigkeiten die Firmen sich außerdem wünschen.

  • FTD.de, 06.02.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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