Was wissen Sie über Griechenland und sein Geld?
Griechenland ist das Dauer-Sorgenkind der Euro-Zone. ESM, EZB und EFSF spielen eine tragende Rolle - aber was haben Urlaubstage, die Pharmabranche und der Apollotempel in Delphi damit zu tun? Testen Sie Ihr Wissen!
Welche Person führte vor langer Zeit in Griechenland die Silbermünze als Währung ein?
Zuvor hieß es, bei den Gesprächen am Freitagabend seien deutliche Fortschritte erzielt worden. Die Griechen wollten eine Einigung unbedingt noch vor dem Treffen der Euro-Finanzminister am Montag unter Dach und Fach bringen, damit noch genug Zeit für eine rechtzeitige Umsetzung bleibt.
Am Morgen hatten sich die Beteiligten noch optimistisch gegeben. "Elemente eines noch nie dagewesenen freiwilligen Schuldenschnitts werden in die Tat umgesetzt", sagte ein Sprecher des IIF am frühen Samstagmorgen der dpa. Die Gespräche sollten in den nächsten Tagen fortgesetzt werden, hieß es. Es müsse jetzt entschlossen gehandelt werden um diesen "historischen Deal" zu einem Ende zu bringen und Griechenland, den Euroraum und die Weltwirtschaft zu stabilisieren.
Kein Ende absehbar
Griechische Medien waren am Samstagmorgen noch davon ausgegangen, dass die angestrebte Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) spätestens am Montag fertig sein könnte. Diese Absichtserklärung bedeutet jedoch noch nicht, dass der langwierige Schuldenschnitt-Prozess damit zu Ende ist. Ein Erfolg hängt am Ende davon ab, wie viele Banken und andere Besitzer griechischer Staatsanleihen mitmachen und auf Geld verzichten. Angepeilt ist die Summe von 100 Mrd. Euro. Das Land sitzt derzeit auf einem Schuldenberg von rund 352 Mrd. Euro. Das entspricht 161 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Erlaubt sind nach den EU-Spielregeln eigentlich allenfalls 60 Prozent.
206 Mrd. davon befinden sich in den Händen von Privatleuten, Banken, Versicherungen und Hedge Fonds. Sollte der Schuldenschnitt gelingen, können die Schulden nach Schätzungen der EU und des Internationalen Währungsfonds IWF zunächst auf 152 Prozent fallen. Bis 2020 sollen sie auf 120 Prozent sinken - allerdings unter der Voraussetzung, dass die Wirtschaft nach mehrjähriger Rezession ab 2013 wieder deutlich wächst. Dies jedoch ist bislang nicht in Sicht.