FTD.de » Politik » Europa » Fricke - Lang lebe der Euro!

Merken   Drucken   25.02.2010, 20:40 Schriftgröße: AAA

Kolumne: Fricke - Lang lebe der Euro!  

Das Theater um Staatsdefizite geht in den nächsten Akt. Jetzt loben untote D-Mark-Nostalgiker und ewige britische Euro-Hasser die eigene Prophezeiung, wonach die Gemeinschaftswährung einfach scheitern muss. von Thomas Fricke 
Erst war es eine britisch-amerikanische Finanzkrise, jetzt kriselt Griechenland. Und in Europas Hauptstädten wird gerungen, um das Debakel zu beheben. Schon das hat etwas Bizarres. Noch bizarrer ist, dass deutsche Mark-Nostalgiker und insulare Euro-Spötter aus ihrer Totenstarre zu erwachen scheinen. Jetzt sei bewiesen, dass das Einheitsgeld eine Katastrophe sei. Und dass die Deutschen ihre deutschen Tugenden härter hätten verordnen müssen. Da freut sich die Welt. Und Professor Hankel will wieder nach Karlsruhe gehen, wo er einst vergeblich gegen den Euro klagte. Ökonomie-Gott, hilf.
Die Frage ist, ob das griechische Drama die Währungsunion an sich widerlegt und ob die Welt ohne sie wirklich besser wäre. Vielleicht ist das Gegenteil der Fall - und das Großdebakel der Finanzmärkte eher ein Beleg dafür, wie gut es ist, Dinge wie den Euro zu erfinden.
Für Briten gelten andere Regeln
Die Kritik geht in der Regel so: Weil nationales Schludern in einer Währungsunion nicht mehr durch Abwertung der nationalen Währung bestraft werden kann, wird umso mehr geschludert. Und wenn's dann kracht, fehlt die Option, via Abwertung wieder gesund zu werden. Das ließe sich nur durch harte Sanktionen ausgleichen, sagen Ultras wie EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark. Und die fehlten im realen Stabipakt.

Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!

Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.

Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.

Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.

Das Tagesticket bietet für 2,50 € einen 24-Stunden-Vollzugriff auf...

  • ...alle Premium-Artikel auf FTD.de
  • ...das aktuelle ePaper (Zeitung als PDF) und 1-Monats-Archiv der FTD
  • ...die Nachmittagsausgabe FTD 17 Uhr (PDF)
  • ...alle Sonderbeilagen der FTD (PDF)
  • ...alle älteren Ausgaben der FTD über einen Archiv-Zugang
  • ...alle archivierten Online-Artikel
Login

Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.

Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.de
Bei Fragen oder Problemen zu Ihrer Einzelverkaufsabrechnung wenden Sie sich bitte direkt an Click & Buy
  • Aus der FTD vom 26.02.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
Kommentare
  • 28.02.2010 23:09:53 Uhr   Thomas Fricke: Anglophobia?

    Besten Dank für die Kommentare. Erlauben Sie mir eine kleine Antwort auf Ihre Befürchtung, was die Daten angeht. Ja, ich checke meine Zahlen. Nach der Referenzstatistik von OECD, EU und anderen hat Großbritannien in den vergangenen Jahrzehnten ganze drei Jahre mit Überschüssen gehabt. In den gesamten 2000er-Jahren gab es trotz relativ hohen Wachstums Jahr für Jahr ein Staatsdefizit nach dem anderen: http://www.oecd.org/dataoecd/5/51/2483816.xls.
    Nach OECD-Prognose wird das britische Staatsdefizit 2010 sogar 3,5 Prozentpunkte höher liegen als das griechische.

    Was den Schuldenstand angeht,lag die britische Quote vergangenes Jahr in der Tat noch unter der deutschen. Nach OECD-Prognose wird sich dies in diesem Jahr allerdings umdrehen. Dann haben die Briten mit den höheren Schulden zu kämpfen. Die britische Staatsschuldenquote liegt dann doppelt so hoch, wie sie noch 2001 lag.

    Darauf hinzuweisen, hat mit Anglophobie noch nichts zu tun. Mich ärgert allerdings in der Tat, mit welcher Überheblichkeit manch britischer Kommentar trotz der desolaten eigenen Entwicklung noch über die dummen Euro-Länder urteilt. Da steckt vielleicht doch manchmal etwas Euro-Phobie dahinter, meinen Sie nicht?

    It is true that pre-Thatcher depreciation/devaluation was not effective in the UK. However, the post-ERM1992 devaluation was highly effective in restoring UK growth - presumably because deregulated labour and other markets were able to respond in the appropriate textbook manner. Remember, the UK grew far more strongly than Germany for about fiteen years, but its recession hasn't really been sigificantly worse, despite the UK's far heavier exposure to the financial sector.

  • 26.02.2010 18:34:40 Uhr   Oma Wetterwachs: Meine Meinung
  • 26.02.2010 13:43:11 Uhr   Thomas Müller: @Ondoron
  • 26.02.2010 12:11:39 Uhr   Auslandsdeutscher: Klartext
  • 26.02.2010 11:18:13 Uhr   Diego Méndez: Die Deutschen sind keine Übermenschen
Kommentar schreiben Pflichtfelder*





Den Parameter für die jeweilige Rubrik anpassen: @videoList
  • Wulff-Affäre: Menschen im Hotel

    Die Vorwürfe gegen Bundespräsident Wulff grenzten zuletzt ans Lächerliche, die neuen tun es nicht: Sie legen den Verdacht einer Vorteilsnahme nahe. Es könnte eng werden. mehr

  •  
  • blättern
Tweets von FTD.de Politik-News

Weitere Tweets von FTD.de

Newsletter:   Newsletter: Eilmeldungen Politik

Ob Regierungsauflösung oder Umfragehoch für die Linkspartei - erfahren Sie wichtige Politik-Nachrichten, sobald sie uns erreichen.

Beispiel   |   Datenschutz
FTD-Debatte

zur FTD-Debatte

 



DEUTSCHLAND

mehr Deutschland

EUROPA

mehr Europa

INTERNATIONAL

mehr International

KONJUNKTUR

mehr Konjunktur

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote