FTD.de » Politik » Europa » Lucas Zeise - Das Ende der falschen EU-Prinzipien naht

Merken   Drucken   29.03.2010, 19:27 Schriftgröße: AAA

Kolumne: Lucas Zeise - Das Ende der falschen EU-Prinzipien naht  

Tragödie in Griechenland, Prinzipienreiterei in Deutschland: Die Krise zeigt, warum Regeln wie die No-Bailout-Klausel oder der Stabilitätspakt scheitern müssen. von Lucas Zeise 
Im Schlussakt des Theaterstücks mit dem Titel "Griechenland und Euro" bestand eine Akteurin auf sinnloser Prinzipienreiterei. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat sich eine glatte Niederlage, einen Prestigeverlust und zugleich den Ruf einer Dampfwalze eingehandelt. Glatt, opportunistisch und klug verhielt sich dagegen EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Er hat sich gerade noch rechtzeitig und ohne erkennbare Reue von Prinzipien verabschiedet, die nicht durchzuhalten waren.

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  • Aus der FTD vom 30.03.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 30.03.2010 20:29:52 Uhr   Cangrande: Für wie unbedarft halten Sie Ihre Leser eige...

    wenn Sie uns weismachen wollen, dass Sie sich nur über Angela Merkels Sturheit ärgern, im Übrigen aber alles nach Ihren Erwartungen gelaufen ist?

    "Die Bailout-Klausel ist nun per Gipfelbeschluss für im Ernstfall unwirksam erklärt worden" schreiben Sie. Na, da sollten Sie sich doch eigentlich freuen?
    Nun müssen Sie sich nicht mehr darüber grämen, dass (angeblich) "Die No-Bailout-Klausel ... die Kreditaufnahme der kleineren Euro-Länder" verteuert, gelle? [Mit "kleine" Länder meinten Sie wohl Hochschuldenländer, gelle?]

    Und wenn Merkels Einsatz sinnlos war, wie sie uns ja suggerieren, gehen doch Ihre Wünsche in Erfüllung. Denn wenn Sie z. B. in Ihrem Beitrag vom 15.03.10 (" Merkels denkwürdige Wende") schreiben:
    "Es ist deshalb sicher, dass der deutsche Staat sich über kurz oder lang an der Finanzierung schwächerer Länder in der Euro-Zone beteiligen wird"
    und
    "... ist es an der Zeit, das Urteil der Ratingagenturen über die Staatsschulden irrelevant zu machen. Die EZB hat Schuldpapiere aller Euro-Staaten als Sicherheit zu akzeptieren. Ein Urteil über den Zustand der Staatsfinanzen eines Mitgliedsstaats steht weder ihr noch den Ratingagenturen zu.
    Die Staatsfinanzen in einer Währungsunion sind eine Angelegenheit der Politik. Darüber kann und sollte politisch und juristisch gefeilscht werden. Bei den Staatsfinanzen muss das Primat der Politik hergestellt werden"
    dann ist das (insbesondere Ihr Gerede vom "Primat der Politik") doch nichts als Alsterchinesisch dafür, dass Sie deutsche Zahlungen (auf welche Weise auch immer) für die Hochrisikoländer der Eurozone gefordert haben.

    In Wirklichkeit wird dieser Fall so schnell nicht eintreten , denn Ihre simple Darstellung "Bailout-Klausel ist vom Tisch" ist natürlich eine platte Desinformation. Sie verschweigen den Lesern (was diese aber in dem Artikel "Die Details des Rettungspakets" nachlesen können), dass es Angela Merkel gelungen ist, die Hürden für ein Bailout sehr hoch anzusetzen. Das wird kein Zuckerschlecken für die Griechen oder andere, aus diesen Töpfen zu naschen.

    DAS ist es in Wahrheit, worüber Sie hier schäumen, und was sie hinter einer vorgetäuschten Empörung über Angelas angeblich erfolglose Verstocktheit verstecken.

    Politiker sind manchmal unaufrichtig.
    Journalisten manchmal noch mehr.

  • 30.03.2010 18:05:53 Uhr   Zubi-Wagner: Warum nicht Atlantico statt Euro?
  • 30.03.2010 17:56:45 Uhr   Journalistenschelter: Inflation droht
  • 30.03.2010 17:17:41 Uhr   El-Akeem: VWL ist nicht BWL
  • 30.03.2010 16:34:27 Uhr   Andreas: Ich bin ja mal gespannt,
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