"Wir haben angefangen, darüber nachzudenken, wie eine Spaltung aussehen könnte", zitiert die Financial Times den Europa-Chef des Getränkeherstellers
Diageo , Andrew Morgan. "Wenn es beim Euro irgendwelche größeren Änderungen geben sollte, geraten wir in eine vollkommen neue Situation. Wenn einzelne Länder die Währungsunion verlassen sollten, werden sie massiv abwerten. Für die Einwohner dieser Länder würden aus anderen Staaten importierte Getränke sehr, sehr teuer."
Autohersteller, Energiekonzerne, Hersteller von Verbrauchsgütern und andere multinationale Konzerne versuchen, das Risiko zu minimieren, indem sie ihre Barreserven in sicheren Investments parken. Ein besonders prominentes Beispiel ist Siemens: Der Industriekonzern gründete schon vor einem Jahr eine eigene Bank, um sich gegen künftige Finanzkrisen zu wappnen, und deponierte im September über 500 Mio. Euro bei der Europäischen Zentralbank (EZB).
"Betriebe preisen Spaltung ein
Andere Unternehmen sind dabei, die rechtlichen Konsequenzen einer Spaltung der Euro-Zone für grenzüberschreitende Verträge und Kreditvereinbarungen zu prüfen. "Neben Investoren preisen zunehmend auch normale Betriebe eine Spaltung ein", sagte der Direktor der Brüsseler Denkfabrik Bruegel, Jean Pisani-Ferry.