Es gibt kaum eine heiße wirtschaftspolitische Debatte oder kluge ökonomische Analyse, in der ihr Name nicht fällt: Joseph Stiglitz, Kenneth Rogoff und Jagdish Bhagwati bilden mit einem guten Dutzend weiterer Top-Ökonomen einen einzigartigen Think Tank. So konträr ihre Ansichten auch sein mögen: Sie schreiben für eine exklusive Serie, die die FTD in Zusammenarbeit mit der internationalen Public-Benefit-Organisation 'Project Syndicate' veröffentlicht.
Teil 2: Was Argentiniens Schicksal letztlich besiegelte
Was in zwei Generationen finanziell und wirtschaftlich in GR versaut wurde kann man höchstens in einer Generation beheben. Seit der Zeit der Militärdiktatur ist Griechenland ein zu tiefst ineffizientes, korruptes Land, dessen Bildungspolitik der eines Entwicklungslandes gleicht. Sie haben KEIN Berufsbildungssystem, aber eine 98% Abiturientenquote. Qualifizierte Mitarbeiter müssen von den Firmen on the job ausgebildet werden, der Rest macht, wenns gut läuft Kellner, Fremdenführer oder Taxifahrer.
Sicherlich ist es äußerst bitter, wenn die Eliten eines Landes derart versagen. Ausbaden müssen dies immer die sog. "kleinen Leute". Wenns nach mir gegangen wäre, hätte man schon vor 5 Jahren den Geldhahn zudrehen müssen. Diese böden Verschwörungstheorien (Großbanken gegen armes kleines Land...) kann ich nicht mehr hören. Das Land ist total pleite, die staatl. Firmen sind ineffizient, die will niemand haben. M. E. muss ein Schuldenschnitt her, eine radikale Sanierung der Staatsbetriebe verbunden mit einem Konjunkturprogramm und einer Reformierung der Ausbildung. Und dann, falls dann Arbeitskräfte fehlen sollten, die 44 Stundenwoche. Blut-Schweiß und Tränen, hier hilft nur die ganz harte Medizin.