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25.02.2011, 08:30
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Best of European Business 2011:
Asien stiehlt Amerika die Show
In Asien setzt DHL voll auf Expansion. Mit Hilfe lokaler Partner und von Verteilungszentren in der Nähe der Fertigungsstandorte hat sich die Logistiksparte der Deutschen Post gut positioniert. Die Asienstrategie wurde jetzt preisgekrönt.
von Leo Klimm Hamburg
Es ist nur ein Zufall - aber ein bezeichnender: Erst diese Woche hat DHL, die Logistiksparte der Deutschen Post, in Phnom Penh, Kambodscha, eine Niederlassung eröffnet. Sie soll die Warenströme für die Textilindustrie und die Energiebranche der Region steuern - und ist nun einer von 1500 DHL-Standorten in Asien.
Ebenfalls diese Woche erhielt
Post -Chef
Frank Appel den Preis "Best of European Business". Für seine Asienstrategie. Appel, sonst ein hanseatisch-zurückhaltender Typ, verzichtet angesichts der Auszeichnung auf falsche Bescheidenheit: "In unserer Branche sehe ich keinen, der in Asien besser aufgestellt ist als wir."
Nach drei Jahren als Konzernchef, in denen Appel mit der Schließung des Milliardengrabs DHL-USA und der Konjunkturkrise zu tun hatte, entfaltet das globale Logistik- und Expressgeschäft jetzt große Ertragskraft: Aus diesen Feldern kommt 2010 erstmals mehr als die Hälfte des operativen Gewinns der Post, der rund 2 Mrd. Euro beträgt. Und Asien hat daran einen schnell wachsenden Anteil.
Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post AG
"Die Gewichte verschieben sich rasant", sagt Appel. "Wir müssen uns viel mehr mit Asien beschäftigen als mit Amerika." Fast ein Fünftel der Post-Erlöse kommen schon von den 55.000 asiatischen Mitarbeitern, innerhalb der Region stiegen die DHL-Umsätze zuletzt um 40 Prozent. "Das beschert uns auch sehr attraktive Margen", versichert der Post-Chef.
Im Expressgeschäft mit Paketen und Dokumenten ist der Konzern Marktführer in Asien. Auch in der See- und Luftfracht und in der Kontraktlogistik gehört DHL zur Spitze. Konstante Milliardeninvestitionen in Standorte und Partnerschaften, die Appel als früherer Logistikvorstand verantwortet hat, tragen nun Früchte.
Branchenkenner loben die Asienstrategie dafür, dass DHL stark ist im renditeträchtigen Geschäft zwischen den Märkten des Kontinents - und die weniger lukrative, oft von lokalen Behörden erschwerte Logistik in den Ländern eher anderen überlässt. "Das reduziert die Risiken und ist zugleich vielverspechend, weil der wachsende Export der asiatischen Länder ein Selbstläufer ist", sagt Axel Funhoff, Logistikexperte bei der Bank
ING . Tatsächlich geht Appel davon aus, dass bis 2018 ein Viertel des weltweiten Frachtaufkommens allein zwischen den asiatischen Ländern bewegt wird. Weitere 18 Prozent sollen auf das Dreieck zwischen Asien, dem Nahen Osten und Afrika entfallen.
Teil 2: Eng verzahnt mit lokalem Partnier
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FTD.de, 25.02.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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