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Merken   Drucken   04.08.2012, 16:20 Schriftgröße: AAA

Luftfahrt: Fraport will für laute Flugzeuge mehr kassieren

Ab Januar müssen Fluglinien am Frankfurter Flughafen höhere Gebühren für laute Maschinen zahlen. Für Betreiber des Jumbo-Jets Boeing 747-400 ist das eine schlechte Nachricht, für Besitzer des Riesen-Airbus A380 eine gute.
© Bild: 2012 Reuters/ALEX DOMANSKI
Ab Januar müssen Fluglinien am Frankfurter Flughafen höhere Gebühren für laute Maschinen zahlen. Für Betreiber des Jumbo-Jets Boeing 747-400 ist das eine schlechte Nachricht, für Besitzer des Riesen-Airbus A380 eine gute.

Laute Flugzeuge sollen am Frankfurter Flughafen von Januar an höhere Gebühren für Starts und Landungen zahlen. Ein entsprechender Antrag des Flughafenbetreibers Fraport  sei beim hessischen Wirtschaftsministerium eingegangen, berichtete die "Frankfurter Rundschau" am Samstag mit Bezug auf einen Sprecher des Ministeriums.

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Die Lufthansa  widersprach unterdessen Darstellungen, sie wolle grundsätzlich 20 oder 30 Ausnahmen vom Nachtflugverbot am Flughafen. Es gehe der Airline um Regelungen für Extremsituationen, sagte Passage-Vorstand Kay Kratky der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Gebühren sollen stärker differenziert werden als bisher

Fraport will der "Frankfurter Rundschau" zufolge die Entgelte für laute und leise Maschinen mehr spreizen als bisher. Der vom Lärm abhängige Anteil der Gebühren soll von sechs auf 14 Prozent steigen. Als Folge würde der Aufenthalt für einen Jumbo-Jet vom Typ Boeing 747-400 teurer, während wegen der ebenfalls veränderten Grundentgelte für einen Airbus A380 weniger zu zahlen sei als bislang. Die Spreizung der Lärmentgelte war im Rahmen der "Allianz für Lärmschutz" zwischen Landesregierung und Luftverkehrswirtschaft fest vereinbart worden.

Lufthansa-Vorstand Kratky sagte der "FAZ", sein Unternehmen nehme den Lärmschutz und das Nachtflugverbot ernst. Es habe die Startzeiten in Frankfurt für die späten Verbindungen vorverlegt. So seien planmäßig alle Flugzeuge lange vor 23 Uhr, also vor Beginn des Nachtflugverbots, in der Luft. Der letzte Interkontinentalflug verlasse um 22.15 Uhr das Gate. Zuvor seien die Maschinen um 22.50 Uhr von der Gebäudeposition in Richtung Startbahn losgerollt. Die letzten kontinentalen Flüge verließen gegen 22.30 Uhr das Gate, bevor sie etwa 15 Minuten später in der Luft seien.

Das zeige, dass man schnell und entschieden die Anforderungen des Nachtflugverbots erfüllt habe und alle Möglichkeiten zur zeitlichen Pufferung nutze, sagte Kratky. Damit befinde sich die Lufthansa in der Praxis sogar ziemlich genau auf der Linie, die auch harte Kritiker vertreten.

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  • dpa, 04.08.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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