Nacktscanner im Einsatz
Die haben ja gar nichts an!
Hier, das ist das Institut für Photonische Technologien (IPHT) in Jena, Popp ist der Direktor. Rund 60 Wissenschaftler arbeiten hier, sechs von ihnen tüfteln seit fünf Jahren an der sogenannten Terahertztechnik als bildgebendem Verfahren. Körperscanner heißen die Geräte eigentlich. In der Debatte, die gerade um sie tobt, kennt man sie vor allem als Nacktscanner.
Popp führt den Apparat gern vor. Futuristisch mutet er an, kompliziert, ein wenig wie ein Bausatz aus dem Hause Daniel Düsentrieb. Kaum stellt Popp sich vor die Linse, erscheint sein Umriss auf einem Monitor, unscharf und schillernd bunt. Wenn Popp sich bewegt, bewegt sich auch die Kontur auf dem Computer. Keine Frage, das ist der Direktor. Und er hat eine Pistolenattrappe unter seinem Shirt versteckt - die Kamera verrät es jetzt.
Wäre ein solcher Scanner am Amsterdamer Flughafen Schiphol zum Einsatz gekommen, der 23-jährige mutmaßliche Al-Kaida-Terrorist Umar Faruk Abdulmuttalab wäre beim Einchecken auf- und nicht mit den 290 Passagieren davongeflogen.