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26.09.2011, 21:17
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Kopf des Tages:
Kathrin Menges - Henkels Frontfrau
Die Personalchefin von Henkel rückt in den Konzernvorstand auf. Als erste Frau im Führungsgremium soll sie den Kampf um die Talente aufnehmen.
von Gregor Kessler Hamburg
Birgit Kerstens Freude ist recht verhalten. "Natürlich begrüßen wir jede Frau, die in den Vorstand eines
DAX -Unternehmens einzieht", sagt die Rechtsanwältin vom Deutschen Juristinnenbund, der seit Jahren mehr Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten fordert. "Aber wir würden uns wünschen, dass Frauen auch mal andere Funktionen als die des Personalvorstands übernehmen." Denn davon gibt es nun eine mehr.
Kathrin Menges zieht zum 1. Oktober in den Vorstand des Düsseldorfer Klebstoff- und Waschmittelherstellers Henkel ein, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die 46-Jährige, die bereits seit 2009 als Personalchefin für die 48.000 Henkel-Mitarbeiter verantwortlich ist, übernimmt das Ressort im Vorstand von Konzernchef
Kasper Rorsted und erweitert das Gremium auf sechs Personen. Seit der Gründung des Unternehmens 1876 ist Menges damit die erste Frau im Führungsgremium.
Kathrin Menges ist die erste Frau im Henkel-Vorstand
Rorsted hat sich wiederholt gegen eine Frauenquote ausgesprochen.
Henkel besetze Posten im Topmanagement nicht nach Geschlecht oder Nationalität, sondern nach Leistung, kontert er Forderungen nach einer Quote gewöhnlich. Dennoch gilt der Däne als Verfechter eines heterogenen Managements und legt besonderen Wert auf eine internationale Führungsmannschaft.
Mit einem Frauenanteil von 30 Prozent bei den Toppositionen steht Henkel schon heute besser da als viele deutsche Großkonzerne. Auch dass man mit Simone Bagel-Trah, der 42-jährigen Ururenkelin von Firmengründer Fritz Henkel, als bislang einziges DAX-Unternehmen eine Frau an der Spitze des Aufsichtsrats sitzen hat, macht Henkel zu einer Ausnahmeerscheinung.
Teil 2: Unterstützung im Kampf um Mitarbeiter
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Aus der FTD vom 27.09.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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