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06.12.2011, 21:30
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Verbrauchsarme Maschinen:
Tognum schnappt sich Daimlers Hybridtechnik
Exklusiv
Der Motorenbauer strebt Synergien mit seinen neuen Großaktionären an. Der neue Konzernchef Coers hat es besonders auf wertvolle Software abgesehen.
von Heimo Fischer Friedrichshafen
Nach der Übernahme durch
Daimler und
Rolls-Royce treibt der Motorenbauer
Tognum die Zusammenarbeit mit den Großaktionären voran. "Ziel ist, dass wir in der ersten Hälfte des kommenden Jahres gemeinsame Projekte definieren", sagte Konzernchef Joachim Coers der FTD in seinem ersten Interview nach Amtsantritt zum 1. Oktober.
Während er mit dem britischen Triebwerkbauer Kooperationen im Vertrieb auslotet, soll Daimler bei der Entwicklung verbrauchsarmer Maschinen helfen: "Wir wollen bei Dieselmotoren die Hybridlösungen ausbauen", sagte Coers. Diese Antriebe umfassen neben der Verbrennungsmaschine auch einen elektrischen Hilfsmotor.
Tognum-Chef Joachim Coers
Der Konzernchef präzisiert damit erstmals das strategische Konzept, seit Daimler im Sommer seinen Anteil an Tognum mithilfe von Rolls-Royce erhöht hat. Beide Unternehmen halten zurzeit 98 Prozent an dem Hersteller und wollen den Konzern vom Bodensee in den kommenden Monaten aber komplett übernehmen.
Tognum ist aus dem ehemaligen MTU-Konzern hervorgegangen. Das Unternehmen fertigt zimmergroße Diesel- und Gasmotoren für Loks, Schiffe, Panzer, Baumaschinen und Stromerzeuger. Der Umsatz des Unternehmens wird dieses Jahr knapp 3 Mrd. Euro betragen.
Da bei Dieselloks und schweren Baufahrzeugen die Treibstoffkosten über den Lebenszyklus hinweg für 90 Prozent der Gesamtausgaben stehen, bemühen sich Hersteller wie Tognum, auch im Großmotorenbau den Verbrauch zu verringern. Durch den Einsatz von Hybridantrieben erhofft sich Coers höhere Umsätze. "Wenn wir es schaffen, den Verbrauch zu senken, dann werden unsere Kunden auch einen höheren Verkaufspreis akzeptieren." Seine Ingenieure experimentieren bereits seit Jahren mit Hybridtechnik.
Teil 2: Vorkehrungen für Zerfall der Euro-Zone getroffen
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Aus der FTD vom 07.12.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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