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Merken   Drucken   11.05.2011, 17:32 Schriftgröße: AAA

Zusätzlich zu geplantem Roller: VW stromert bald mit neuem E-Auto durch China

Kaili soll er heißen und maßgeblich von Chinesen zusammengebaut werden. Volkswagen legt Pläne für seinen neuen Elektrowagen vor. Einen Roller haben die Wolfsburger auch bald im Angebot. von Annette Berger 
Volkswagen  legt konkrete Pläne zum Bau eines Elektroautos in China vor. Der Konzern produziere die umweltfreundlichen Fahrzeuge in einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Partner FAW und unter einer einheimischen Marke, teilte Volkswagen am Mittwoch mit. Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte aus einer E-Mail des Konzerns.
Ursprünglich ist FAW ein Lkw-Bauer. Im Norden Chinas produzieren ...   Ursprünglich ist FAW ein Lkw-Bauer. Im Norden Chinas produzieren die Chinesen aber auch Audis im Joint-Venture
Das Industrieministerium in Peking habe Anfang Mai die Genehmigung dafür erteilt, hieß es darin. Die Herstellung soll nach früheren Angaben bis Ende 2013 oder Anfang 2014 aufgenommen werden. Das Elektroauto kommt der E-Mail zufolge unter der Marke Kaili auf den Markt.
Mit dem chinesischen Autobauer FAW unterhalten sowohl Volkswagen als auch die Tochter Audi seit Jahrzehnten Joint-Ventures. Weiterer wichtiger Partner der Wolfsburger auf dem größten Automarkt der Welt ist zudem das Unternehmen SAIC.
China gilt als einer der zukunftsträchtigen Märkte für Elektrofahrzeuge. Bis 2020 steckt die Regierung in Peking rund 11 Mrd. Euro in die Förderung von Stromautos. Einerseits will die Volksrepublik damit den Smog in den Großstädten bekämpfen, andererseits erhofft sie sich, mit der neuen Technik eine bedeutende Position in der Autobranche zu erkämpfen.
Daher stehen etliche Unternehmen in den Startlöchern mit Plänen für E-Autos. Schon vor mehr als einem Jahr überraschten etwa Daimler  und der größte private Autobauer Chinas, Build Your Dreams, (BYD, ) mit der Bekanntgabe eines Gemeinschaftsunternehmens. Geplant ist ein Elektroauto für den chinesischen Markt, das nach bisherigen Plänen ab 2013 verkauft werden soll. Ein weiterer Partner bezieht Volkswagen zu Forschungszwecken Batteriezellen von BYD.
In Schanghai wurde schon der Roller gezeigt
Der geplante E-Flitzer Kaili ist nicht das einzige Stromer-Projekt der Niedersachsen. Mitte April hatten die Deutschen auf der Automesse in Schanghai einen Elektroroller vorgestellt - und auch gleich die Serienfertigung angekündigt.
Noch ist jedoch unklar, wann dieser E-Scooter kommt und was er kosten soll. Der Roller ist 1,67 Meter lang, hat in der Messeversion eine Leistung von 0,4 kW/0,5 PS und soll rund 40 km/h schnell sein. Mit einer Akkuladung kommt das Zweirad laut VW rund 50 Kilometer weit. Danach muss es für etwa sechs Stunden an die Steckdose.
Kursinformationen und Charts
  Volkswagen 129,1 EUR  [-1.45 -1,11%
  Daimler 37,43 EUR  [-0.515 -1,36%
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Für Europas größten Autobauer ist es extrem wichtig, mit den Entwicklungen in China, den Bedürfnissen der dortigen Kunden und vor allem den Vorgaben der kommunistischen Führung mitzuhalten. Von den mehr als sieben Millionen Fahrzeugen, die die Wolfsburger weltweit im vergangenen Jahr verkauften, gingen allein zwei Millionen an chinesische Käufer.
Mit einem Marktanteil von 18 Prozent sehen sich die Wolfsburger in China als Marktführer bei Pkw und wollen in den nächsten Jahren kräftig in die Ausweitung ihrer Kapazitäten investieren.
Allerdings boomt der Markt nicht mehr so stark wie in den vergangenen Jahren, als er meist zweistellig zulegte. Im April kletterten die Verkäufe nur noch um 2,8 Prozent - und damit den dritten Monat in Folge mit einer einstelligen Prozentzahl. Dies ist allerdings von der Regierung in Peking durchaus gewünscht, um eine Überhitzung der Wirtschaft zu vermeiden und den täglichen Superstau in den Metropolen zu bekämpfen.
21:21:19 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
Volkswagen 129,1 EUR   -1,11%  -1.45
Daimler 37,43 EUR   -1,36%  -0.515
BYD 1,669 EUR   +2,08%  0.034
  • FTD.de, 11.05.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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