Blitz, Donner, Lava: Der isländische Vulkan Eyjafjallajökull schleudert seinen Dreck in den Himmel
Es mag ja sein, dass die Asche aus dem Eyjafjallajökull Europa im Chaos versinken lässt. Dass weltweit Hunderttausende auf Flughäfen gestrandet sind, dass allein die Airlines für jeden Tag, an dem das Flugverbot gilt, mit 200 Mio. $ Verlust rechnen, dass Autozulieferer, Computerhersteller und Pharmakonzerne um Bauteile und Wirkstoffe fürchten, die sie eigentlich auf dem Luftweg erreichen müssten. Die Versicherer kratzt das wenig. Noch.
Nach dem ersten Schock atmet man sogar erleichtert auf. Nachdem der Wirbelsturm "Xynthia" und das Erdbeben in Chile schon das angepeilte gute Ergebnis für 2010 in Gefahr brachten, verhalten sich die Aktienkurse bislang unauffällig. Und die Branchenführer aus München stellen klar: Nein, die Versicherungswirtschaft ist nicht betroffen vom Eyjafjallajökull, dessen Asche für viele andere Konzerne zu einer ökonomischen Katastrophe werden könnte.
Es wird wahrscheinlich noch einige Tage dauern, bis den Granden der Assekuranz schwant, dass dies für sie die eigentliche Katastrophe ist: Ein Großschaden - und kein Versicherer ist betroffen.