Finanzcheck

Wie man die besten Dividendenaktien findet

In der Übersicht: Welche Dividendenwerte es gibt und wie eine Checkliste bei der Geldanlage helfen kann

Wir haben hier bereits einen Überblick gegeben, was eine Dividende ist, welchen Mehrwert sie für Investoren hat, welche Gefahren hinter einer hohen Dividendenrendite lauern und wann Dividendenwerte besonders attraktiv für einen Kauf sind.

1. Welche Dividendenwerte gibt es?

Im ersten Schritt gilt es Qualitäts- von Risikoaktien zu unterscheiden bzw. eine möglichst gute Vorauswahl zu treffen. Man unterteilt sie grob in

1.1 Risikoaktien

Sie haben eine hohe Dividendenrendite, da sie im Kurs aufgrund von Risiken deutlich gefallen sind. Als Beispiel kann man eine Bayer AG nennen. Seit der Monsantoübernahme und der Glyphosat-Klagewelle befindet sich die Aktie im konstanten Abwärtstrend. Als Investor gab es seither 68% Kursverlust, trotz günstiger Bewertung. Aktuell scheint der Wert einen Boden zu finden, doch als Investor muss man sich keine Sorgenkinder in das Depot kaufen. Einer 3M Aktie könnte im Übrigen ähnliches drohen. 3M muss sich mehr als 230.000 Klagen stellen. 3M wird vorgeworfen mangelhafte Ohrstöpsel an das Militär verkauft zu haben, welche zu Gehörverlust führen können.

1.2 Zykliker

Diese Aktien sind meist stark zyklisch und eignen sich bestenfalls zu einem antizyklischen Kauf. Dazu zählt z.B. eine BASF. Hier können antizyklische Investoren auf aktuellen Niveau Positionen eröffnen. Man muss sich bewusst sein, dass diese Aktien stark von der Konjunktur abhängig sind. Ein besonderes Vertrauen als Investor ist nötig, um am Investment fest zu halten.

1.3 Dividendenaristokraten

Ein Dividendenaristokrat ist ein Unternehmen, das seine Dividende mindestens 25 Jahre hintereinander erhöht hat, weshalb Dividenden-Aristokraten für sichere Dividenden stehen, aber nicht für sichere Kursgewinne. Manche Aristokraten gehen soweit, dass sie mehr Dividende ausschütten, um ihre Investoren zufrieden zu stellen, als ihr Cashflow im Grunde hergibt. Als Beispiel kann Altria genannt werden. Hätte man 2017 investiert, würden heute -35% Kursverlust im Depot stehen. Hinzu kommt die Inflation, aber natürlich auch Dividenden. Kursverluste über einen so langen Zeitraum sowie Dividendenaristokraten mit einer so hohen Ausschüttungsquote müssen nicht sein. Aus diesem Grund sollte man genauer hin sehen, denn alleine die stabile Dividendenzahlung ist nicht alles! Der Markt bietet nämlich auch Qualitätsdividendenwerte und Dividendenwachstumswerte!

1.4 Qualitätsaktien

Qualität ist das was jedes Depot für Stabilität benötigt. Qualität gepaart mit einer konstanten Dividende bringt eine hohe Chance auf langfristige Rendite. Diese Aktien eignen sich zum „Kaufen und liegen lassen“. Hierzu zählt man insbesondere Konsumgüteraktien und starke Marken wie z.B. Procter & Gamble,  McDonalds, PepsiCo, Deutsche Post, Nike.

2. Wie du robuste Dividendenwerte findest

An erster Stelle stehen immer das Investitionsziel und der Anlegehorizont. Wenn du wenig Aufwand mit deinen Dividendenwerten haben willst, dann meide Zykliker und Branchen deren Geschäftsmodell eher Ungewiss ist. Folgende Checkliste könnte man heranziehen, um möglichst sorglos zu investieren und Dividenden zu kassieren:

  • 2.1 Geschäftsmodell

    Je nachhaltiger, langfristig ausgerichtet und stabil das Geschäftsmodell, umso besser.

    – Burggraben
    – Keine Zykliker
    – Keine Unternehmen mit offensichtlichen Problemen

  • 2.2 Wachstum

    Damit die Dividende erhöht werden kann und das Unternehmen auch im Kurs weiter steigen kann benötigt es Wachstum.
    Umsatzwachstum >5-10% über die letzten Jahre
    – Free Cashflow Wachstum >10% über die letzten Jahre
    Der Free Cashflow ist was letztlich zählt. Der Free Cashflow kann genutzt werden um Schulden zu tilgen, um Reinvestitionen für weiteres Wachstum zu tätigen und um Dividenden an Aktionäre zu zahlen. Daher soll der Free Cashflow hoch sein und über die Jahre steigen
  • 2.3 Ausschüttungsquote

    Ausschüttungsquote < 35%
    Je geringer umso besser.
  • 2.4 Aktienrückkäufe

    sind positiv zu werten, da somit mehr pro Aktie ausgeschüttet werden kann und die Bewertung der Aktie abnimmt.

  • 2.5 Finanzkraft

    ein Vergleich der Finanzverschuldung bzw. Cashquote über einen Peer-Vergleich ist aufgrund der sektoralen Unterschiede angemessen.
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