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Kredit2018-11-25T20:44:36+00:00

Kredit: Eine Einführung

Die Bonität spielt bei der Aufnahme eines Kredites eine große Rolle. (Foto: Fotolia)

Zuletzt aktualisiert: 25.11.2018

In Deutschland zählt der Privatkredit zu den am häufigsten genutzten Kreditformen überhaupt. Er kann sowohl dann in Anspruch genommen werden, wenn der Kreditnehmer kurzfristig Kapital benötigt, als auch, um andere Kredite abzulösen, die in ihrer Zinshöhe und/oder den Nebenkosten wesentlich teurer sind. Unter einem Privatkredit versteht man einen beliebigen Kredit, der an Privatpersonen vergeben wird. Es ist zu unterscheiden zwischen Privatkrediten und Krediten von Privat. Letztere sind solche Kredite, die von Privatpersonen an Privatpersonen vergeben werden.

Verschiedene Kredite und ihre Funktion

Kreditart Beschreibung Mehr dazu
Privatkredit Allgemeiner Kredit für Privatpersonen Mehr Infos
Kredit von Privat Darlehen einer Privatperson an eine Privatperson Mehr Infos
Kleinkredit Kredit für geringe Beträge bis ca. EURO 1.000 Mehr Infos
Autokredit Für die Anschaffung eines Autos Mehr Infos
Kredit ohne Schufa Alternative für normale Kredite bei schwacher Bonität Mehr Infos
Kredit mittels Kreditkarte Ausnutzung des Kreditrahmens für kurzfristige Überbrückungen Mehr Infos
Kredit für Studenten Spezieller Kredit zur Finanzierung des Studiums Mehr Infos
Kredit für Arbeitslose Spezieller Kredit für Leute ohne festes Einkommen Mehr Infos
Kredit für Selbstständige Spezieller Kredit für Unternehmer und Selbständige Mehr Infos
Hypothekenkredit Kredit für Anschaffung einer Immobilie Mehr Infos
Beamtenkredit Spezieller Kredit für Beamten Mehr Infos
Schweizer Kredit Spezieller Kredit ohne Bonitätsprüfung Mehr Infos

Der Kredit – Alles Wichtige

Üblicherweise erfolgt die Rückzahlung bei einem Privatkredit in jeweils gleich hohen Monatsraten, die sowohl die Kredittilgung, als auch alle Zinsen und Gebühren beinhalten. Daher wird er auch als Ratenkredit bezeichnet. Oftmals finden sich unter den Ratenkreditangeboten die sogenannten Kleinkredite mit einer Kreditsumme von bis zu 5.000 Euro, während sich normale Ratenkredite in einer Höhle bis etwa 100.000 Euro bewegen. Die übliche Laufzeiten von Privat- bzw. Ratenkrediten liegen zwischen 12 und 96 Monaten.

Wichtig zu wissen ist, dass der Ratenkredit meist ohne die Hinterlegung von materiellen Sicherheiten ausgegeben wird. Er stellt damit ein so genanntes Blankodarlehen dar. In der Regel reicht hierbei die Vorlage einer Lohn- beziehungsweise Gehaltsabrechnung (in manchen Fällen auch mehrere), um den Kredit in einer den eigenen finanziellen Verhältnissen angemessenen Höhe zu beantragen. Lediglich dann, wenn der Antragsteller keine ausreichende Bonität nachweisen kann, könnte es nötig werden, eine Bürgschaft oder andere Sicherheiten vorzuweisen, bevor der Kredit bewilligt werden kann.

In erster Linie dient der Privatkredit in Deutschland dazu, kurzfristigen Kapitalbedarf zu decken. Das können zum Beispiel die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs, ein defektes Haushaltsgerät oder auch finanzielle Extrawünsche wie Urlaub, Kleidung oder neue Einrichtungsgegenstände sein. Der Privatkredit hat also die alte Gewohnheit abgelöst, zunächst über Monate oder gar Jahre auf bestimmte Anschaffungen hin zu sparen. Stattdessen wird der Kaufpreis durch den Kredit quasi vorgestreckt und kann dann vom Kreditnehmer in kleinen monatlichen Raten zurückgezahlt werden. Allerdings birgt diese Form der Finanzierung von Alltagsgegenständen und Wünschen auch gewisse Gefahren. So kommt es nicht selten in Deutschland vor, dass sich Haushalte hoffnungslos überschulden, indem sie mehrere Ratenkredite für verschiedene Anschaffungen aufnehmen und anschließend die monatlichen Raten nicht mehr aufbringen können. Hier ist also ein verantwortungsvoller Umgang mit diesem Instrument gefragt und jeder sollte sich zunächst Gedanken über seine finanzielle Lage machen, bevor er einen Kredit aufnimmt.

Inzwischen ist der Privat- bzw. Ratenkredit in vielen verschiedenen Varianten erhältlich. Neben der klassischen – hier beschriebenen – Version hat vor allem der Online-Kredit in den letzten Jahren einen wahren Siegeszug gefeiert. Charakteristisch für diese Kreditform ist, dass sie ausschließlich online, also im Internet beantragt und abgeschlossen werden kann. Weil hier ein Großteil des sonst üblichen Verwaltungsaufwands wegfällt, können Online-Kredite günstiger angeboten werden als herkömmliche Ratenkredite.

Weitere spezielle Kreditarten sind der bekannte Dispositionskredit bzw. der Kontokorrentkredit. Erstgenannter wird bei Privatpersonen auf als Überziehungsmöglichkeit auf ein Girokonto eingeräumt, sofern die notwendige Bonität vorhanden ist. Den Kontokorrentkredit dagegen erhalten Unternehmen und Selbstständige, um eventuelle Engpässe in der Liquidität ausgleichen zu können. Bei beiden Formen handelt es sich um Kredite, die auf Abruf bereit stehen.

Wird der Wunsch nach einem Ratenkredit laut, führt viele der erste Weg zunächst zu ihrer Hausbank. Dies wird in den allermeisten Fällen eine so genannte Filialbank sein, also ein Kreditinstitut, das in der Regel direkt am Ort mit mehreren Filialen vertreten ist. Der Kredit wird dann direkt in der Filiale bei einem Mitarbeiter beantragt und kann bei positiver Bewilligung sofort ausgezahlt werden.

Diese Filialbanken haben in den letzten Jahren deutliche Konkurrenz durch die neuen Direkt- oder Internetbanken bekommen. Dabei handelt es sich um Kreditinstitute, die keine eigenen Filialen unterhalten, sondern ausschließlich per Internet, Telefon oder Fax mit ihren Kunden kommunizieren. Auf diesen Wegen können nahezu alle Bankgeschäfte abgewickelt werden, außerdem kann der Kunde, z. B. zum Geldabheben, die Geldautomaten von vielen anderen Kreditinstituten mitbenutzen. Dadurch, dass eine Direkt- oder Internetbank kein teures Filialnetz mit vielen Mitarbeitern unterhalten muss, spart sie einen großen Teil der Kosten ein und kann diese Vergünstigungen – zumindest teilweise – an ihre Kunden weitergeben.

Aus diesem Grund sind Ratenkredite bei Direkt- oder Internetbanken oft wesentlich günstiger zu erhalten, als bei den Filialbanken. Es kann sich also durchaus lohnen, mit seinem Kreditwunsch nicht direkt zur Hausbank zu gehen, sondern sich zunächst über die Konditionen von anderen Banken, insbesondere den Internet- und Direktbanken, zu informieren. Zu diesem Zweck gibt es im Internet komfortable Vergleichsrechner, bei denen Sie lediglich ein paar Eckdaten angeben müssen und anschließend die günstigsten Anbieter übersichtlich aufgelistet präsentiert bekommen. Diese Möglichkeit sollten Sie unbedingt nutzen, um das günstigste Angebot zu finden, welches auf die persönlichen Bedürfnisse perfekt zugeschnitten ist.

Es gibt allerdings bei den modernen Direktbanken auch negative Aspekte. So ist zum Beispiel bei der Kreditvergabe oft der gleichzeitige Abschluss einer Restkreditversicherung notwendig bzw. wird vom Kreditinstitut gefordert. Diese kostet allerdings zusätzliches Geld und muss daher unbedingt in die finanzielle Planung beziehungsweise die Analyse der Kreditkosten mit einbezogen werden.

Ebenso fordern Direktbanken häufig, gleichzeitig mit der Vergabe eines Kredites ein weiteres Konto zu eröffnen, das dann als Verrechnungs- bzw. Referenzkonto genutzt wird. Auch hierbei ist Vorsicht gefragt. Diese Konten sind nämlich meist nicht kostenfrei, so dass die Kreditinstitute hiermit versuchen, entgangene Gewinne durch die günstige Kreditvergabe durch entsprechende Gebühren für das zusätzlich zu eröffnende Konto wieder hereinzuholen.

Wichtig zu wissen: Die Auszahlung der Kreditsumme dauert bei Direktbanken oft länger, da sich der Kunde zunächst mit einem geeigneten Verfahren (z. B. PostIdent oder VideoIdent) legitimieren muss. Dies nimmt inkl. Bearbeitungszeit i. d. R. einige Tage in Anspruch.

Obwohl Privatkredite heute meist in der Form des klassischen Ratenkredites vergeben werden, bei dem die Kreditsumme in monatlichen Raten zurückgezahlt wird, gibt es einige Ausnahmen sowie diverse Spezialformen und Abwandlungen davon, die wir Ihnen im Folgenden etwas näher vorstellen möchten.

Endfälliges Darlehen

Das sogenannte endfällige Darlehen ist die mit Abstand einfachste Kreditform überhaupt. Hierbei erhält der Kreditnehmer die Kreditsumme ausgezahlt und zahlt diesen Betrag zuzüglich Zinsen zu einem späteren Zeitpunkt wieder in einer Summe zurück. Allerdings kommt diese Kreditform heute nur noch sehr selten zum Einsatz.

Dispositionskredit

Der Dispositionskredit – kurz: Dispo – wird als Überziehungsrahmen auf ein Girokonto gewährt. Der Kunde kann also innerhalb seines Verfügungsrahmens das Konto überziehen und den dadurch gewährten Kredit nach eigenen Wünschen wieder zurückführen. Nachteil: Die Zinsen für Dispokredite liegen deutlich höher als bei herkömmlichen Ratenkrediten.

Sofortkredit

Der Sofortkredit ist in der Regel nichts anderes als ein gewöhnlicher Ratenkredit, bei dem der Kunde die Kreditsumme jedoch sofort in bar mitnehmen kann. Er eignet sich also insbesondere bei einem sehr kurzfristigen Kapitalbedarf. Allerdings liegen die Zinsen bei Sofortkrediten oft etwas höher als bei anderen Ratenkrediten; hier nutzen die Banken die Zeitnot der Kunden häufig gnadenlos aus.

Kredit ohne Schufa

Wer eine negative Bonität vorzuweisen hat, bekommt in der Regel nur sehr schwer einen Kredit. Einige Anbieter haben sich jedoch auf die Vergabe sogenannter „Kredite ohne Schufa“ spezialisiert. Allerdings tummeln sich in diesem Markt besonders viele schwarze Schafe, welche die Not der Kreditnehmer ausnutzen und Kredite zu horrenden Zinssätzen vergeben. Teilweise sind die Anbieter auch nur darauf aus, Nebenkosten wie Abschlussgebühren etc. zu kassieren.

Kredit für Arbeitslose

Eng angelehnt an den Kredit ohne Schufa ist der Kredit für Arbeitslose. Für seine Inanspruchnahme muss also kein Lohn- oder Gehaltsnachweis erbracht werden. Die zur Verfügung gestellten Kreditsummen sind hier meist recht gering, zudem Fallen die Kosten in Form von Zinsen, Bearbeitungsgebühren etc. vergleichsweise hoch aus. Grund dafür ist das erhöhte Risiko, welchem sich der Kreditgeber aussetzt.

Kredit von Privat

Kredite von Privat werden auf Online-Plattformen wie Smava, Auxmoney etc. vermittelt. Der Kreditgeber ist hier also keine Bank, sondern eine Privatperson. Die Zinsen sind im Vergleich zu herkömmlichen Krediten oft niedriger, die Voraussetzungen zum Erhalt des Kredites unterscheiden sich jedoch kaum.

Zinsfreier Kredit

Immer wieder werden zinsfreie Kredite angeboten, z. B. im Rahmen einer Autofinanzierung. Oft haben die entsprechenden Angebote nur eine zeitlich begrenzte Gültigkeit oder werden nur für bestimmte Kundengruppen vergeben. Zu prüfen ist, ob keine überhöhten Gebühren o. ä. die Vorteile der Zinsfreiheit wieder egalisieren.

Ein Kredit kann vielerlei Kosten verursachen. Die wichtigste Kostenposition ist jedoch der effektive Jahreszins. Bei der Aufnahme eines Ratenkredites ist dieser Zinssatz die wichtigste Kennzahl, mit deren Hilfe beurteilt werden kann, ob der Kredit günstig ist oder nicht. Wir möchten Ihnen hier detailliert aufzeigen, wie dieser Zinssatz berechnet wird und worauf Sie in diesem Zusammenhang besonders achten müssen.

Zunächst ein paar grundsätzliche Fakten: der effektive Jahreszins wird stets in einer Prozentzahl angegeben. Er gibt an, wie hoch die Zinsen pro Jahr ausfallen, die man für den Kredit bezahlen muss. Da der Wert des effektiven Jahreszinses in Prozent angegeben wird, bezieht sich dieser immer direkt auf die Höhe des Kreditnettobetrags.

Im Hinblick auf den Verbraucherschutz fordert die deutsche Gesetzgebung, dass es dem Kunden einwandfrei ermöglicht werden muss, verschiedene Kreditangebote objektiv miteinander vergleichen zu können. Damit dies möglich wird, muss der Jahreszins nach einer festgelegten Methode berechnet werden und alle Kosten enthalten, die in Zusammenhang mit der Kreditaufnahme entstehen. Daraus ergibt sich der so genannte „effektive Zins“. Der Kunde kann sich also sicher sein, dass in diesem Zinssatz alle Kosten enthalten sind und nicht an anderer Stelle noch versteckte Kostenfallen lauern. Daher der Begriff „effektiv“.

Am einfachsten lässt sich die Berechnung des effektiven Jahreszinses anhand eines Beispiels darstellen:

Vorausgesetzt, Sie möchten einen Nettokreditbetrag von 10.000 Euro erhalten und wählen eine Laufzeit von 48 Monaten. Der Zinssatz beträgt hier bei 0,7% pro Monat. Damit ergeben sich folgende Gesamt-Zinskosten:

10.000 Euro x 0,7 Prozent x 48 Monate = 3.360 Euro .

Hinzu kommt nun noch eine Bearbeitungsgebühr von 2 Prozent auf den Nettokreditbetrag. Dies sind 200 Euro.

Die Gesamtkreditkosten betragen damit: 3.360 Euro + 200 Euro = 3.560 Euro. Sie müssen also innerhalb von 48 Monaten für einen Nettokreditbetrag von 10.000 Euro insgesamt 13.560 Euro an die Bank zurückzahlen.

Die Höhe der monatlichen Raten können Sie sich nun leicht ausrechnen, indem Sie die Gesamtkreditkosten durch die Anzahl der gewünschten Raten teilen. In unserem Beispiel wären dies 13.560 Euro geteilt durch 48, was in etwa einer monatlichen Ratenhöhe von 282 Euro entspricht.

Weitere Kosten, die für die Inanspruchnahme eines Kredites entstehen, können Abschlussgebühren (oft in der Bearbeitungsgebühr enthalten) oder Gebühren für eine Restschuldversicherung sein. Diese Gebühren müssen den Zinskosten aufgeschlagen werden, heraus kommt die Summe der Gesamtkosten, welche für den Kredit entstehen.

Wie hoch die Kosten für einen Kredit ausfallen, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. So fließen z. B. die Kredithöhe, die gewünschte Anzahl der Monatsraten und viele andere Punkte mit in die Berechnung dieses Zinssatzes ein.

Weiterhin hängen die Kreditkosten auch mit persönlichen Faktoren des Kreditnehmers zusammen, wie zum Beispiel dessen Bonität. In der Regel erhalten Menschen mit einer sehr guten Bonität wesentlich günstigere Zinssätze, als Kunden mit schlechter Bonität. Grund dafür ist, dass bei einer schlechten Bonität die Banken mit mehr Zahlungsausfällen zu rechnen haben, als bei Kunden, die nachweisen können, bisher noch nie finanzielle Probleme gehabt zu haben. Diese Zahlungsausfälle muss das Kreditinstitut mit in seine Kalkulation einbeziehen und gibt sie anschließend in Form von höheren Zinssätzen an Kunden mit schlechter Bonität weiter. Eine derartige Vorgehensweise ist absolut üblich und bei fast jedem Kreditinstitut anzutreffen.

Und schließlich spielt es natürlich auch eine Rolle, bei welchem Anbieter der Kredit abgeschlossen wird. Die hier bereits erwähnten Direktbanken sowie Kredite von Privat über die entsprechenden Plattformen im Internet sind oftmals günstiger zu haben als der gewöhnliche Ratenkredit bei der Hausbank bzw. Sparkasse.

Grundsätzlich werden Kredite in fast jeder Höhe angeboten – angefangen vom 500.- Euro Kleinkredit für jeden gewünschten Verwendungszweck bis hin zum Immobiliendarlehen im sechs- oder gar siebenstelligen Bereich.

Wie hoch der persönliche Kreditrahmen liegt, hängt wiederum von den bereits im vorigen Abschnitt genannten Faktoren ab – also von der persönlichen Bonität und vom jeweiligen Anbieter. Bei Dispokrediten beispielsweise ist es üblich, dem Kontoinhaber einen Kreditrahmen in Höhe von 3 – 4  Netto-Monatsgehältern einzuräumen. Ratenkredite erhalten Verbraucher teilweise in einer Höhe von zehn oder gar mehr Monatsgehältern. Hier hängt es auch immer vom Verhandlungsgeschick des Kreditnehmers ab, in welcher Höhe ein Kredit bewilligt wird. Immobilienkredite sind eine Klasse für sich, weil die Laufzeiten viel länger ausfallen und die Bank in der Regel als Sicherheit eine Hypothek auf die Immobilie bzw. einen Eintrag im Grundbuch erhält.

Jede Bank fordert bestimmte Voraussetzungen, die der Kreditnehmer erfüllen muss, um das Darlehen bewilligt zu bekommen. Dabei gibt es Voraussetzungen, die grundsätzlich für jeden Verbraucher gelten, aber auch solche, die zum Beispiel die individuelle Bonität und weitere persönliche Faktoren des Kreditnehmers betreffen. Hier eine erste Übersicht:

Zunächst einige generelle Voraussetzungen: Jeder Kunde, welcher sich für einen Ratenkredit interessiert, muss voll geschäftsfähig sein und das 18. Lebensjahr vollendet haben. Sein Wohnsitz sollte sich außerdem in Deutschland befinden. Weiterhin fordern die meisten Banken, dass der Kreditnehmer in einem festen Arbeitsverhältnis steht, welches idealerweise über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten besteht. Zwar bieten einige Banken auch Kredite für Arbeitnehmer, die noch in der Probezeit sind oder in keinem festen Arbeitsverhältnis stehen (z. B. Angestellte von Zeitarbeitsfirmen), diese Kreditgeber sind allerdings deutlich in der Minderzahl.

Man kann feststellen, dass sich die Voraussetzungen für die Vergabe von Privatkrediten in den letzten Jahren merkbar verschärft haben. Während noch vor einigen Jahren solche Kredite in der Regel völlig ohne Sicherheiten vergeben werden konnten, achten die Banken heute sehr viel genauer auf die Bonität des Kunden.

Um die Bonität zu prüfen, wird heute nahezu jede Bank vor Vergabe eines Kredites einen Dienstleister befragen, der Daten über das Zahlungsverhalten von Verbrauchern sammelt. Meist ist dies in Deutschland die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz: SCHUFA. Das Unternehmen sammelt Daten von fast jedem Verbraucher in Deutschland und kann so feststellen, ob es in der Vergangenheit bereits einmal Probleme beim Rückzahlen von Kredite gab.

Doch nicht jede kleine Unregelmäßigkeit wird in die Akte der SCHUFA eingetragen. Hier muss einiges mehr passiert sein, z. B. gerichtlichen Vollstreckungen oder sogar Pfändungen durch einen Gerichtsvollzieher. Unter diesen Voraussetzungen noch ein Ratenkredit zu erhalten, gilt als relativ aussichtslos.

Alternativen zum herkömmlichen Ratenkredit sind Kredite ohne Schufa oder auch der Kredit von Privat über eine Plattform wie Smava & Co.

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