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Kredit2019-01-28T13:40:14+02:00

Kredit: Eine Einführung

Die Bonität spielt bei der Aufnahme eines Kredites eine große Rolle. (Foto: Fotolia)

Zuletzt aktualisiert: 25.11.2018

In Deutschland zählt der Privatkredit zu den am häufigsten genutzten Kreditformen überhaupt. Er kann sowohl dann in Anspruch genommen werden, wenn der Kreditnehmer kurzfristig Kapital benötigt, als auch, um andere Kredite abzulösen, die in ihrer Zinshöhe und/oder den Nebenkosten wesentlich teurer sind. Unter einem Privatkredit versteht man einen beliebigen Kredit, der an Privatpersonen vergeben wird. Es ist zu unterscheiden zwischen Privatkrediten und Krediten von Privat. Letztere sind solche Kredite, die von Privatpersonen an Privatpersonen vergeben werden.

Verschiedene Kredite und ihre Funktion

KreditartBeschreibungMehr dazu
PrivatkreditAllgemeiner Kredit für Privatpersonen
Kredit von PrivatDarlehen einer Privatperson an eine PrivatpersonMehr Infos
KleinkreditKredit für geringe Beträge bis ca. EURO 1.000Mehr Infos
AutokreditFür die Anschaffung eines AutosMehr Infos
Kredit ohne SchufaAlternative für normale Kredite bei schwacher BonitätMehr Infos
Kredit mittels KreditkarteAusnutzung des Kreditrahmens für kurzfristige ÜberbrückungenMehr Infos
Kredit für StudentenSpezieller Kredit zur Finanzierung des StudiumsMehr Infos
Kredit für ArbeitsloseSpezieller Kredit für Leute ohne festes EinkommenMehr Infos
Kredit für SelbstständigeSpezieller Kredit für Unternehmer und SelbständigeMehr Infos
HypothekenkreditKredit für Anschaffung einer ImmobilieMehr Infos
BeamtenkreditSpezieller Kredit für BeamtenMehr Infos
Schweizer KreditSpezieller Kredit ohne BonitätsprüfungMehr Infos

Der Kredit – Alles Wichtige

Üblicherweise erfolgt die Rückzahlung bei einem Privatkredit in jeweils gleich hohen Monatsraten, die sowohl die Kredittilgung, als auch alle Zinsen und Gebühren beinhalten. Daher wird er auch als Ratenkredit bezeichnet. Oftmals finden sich unter den Ratenkreditangeboten die sogenannten Kleinkredite mit einer Kreditsumme von bis zu 5.000 Euro, während sich normale Ratenkredite in einer Höhle bis etwa 100.000 Euro bewegen. Die übliche Laufzeiten von Privat- bzw. Ratenkrediten liegen zwischen 12 und 96 Monaten.

Wichtig zu wissen ist, dass der Ratenkredit meist ohne die Hinterlegung von materiellen Sicherheiten ausgegeben wird. Er stellt damit ein so genanntes Blankodarlehen dar. In der Regel reicht hierbei die Vorlage einer Lohn- beziehungsweise Gehaltsabrechnung (in manchen Fällen auch mehrere), um den Kredit in einer den eigenen finanziellen Verhältnissen angemessenen Höhe zu beantragen. Lediglich dann, wenn der Antragsteller keine ausreichende Bonität nachweisen kann, könnte es nötig werden, eine Bürgschaft oder andere Sicherheiten vorzuweisen, bevor der Kredit bewilligt werden kann.

In erster Linie dient der Privatkredit in Deutschland dazu, kurzfristigen Kapitalbedarf zu decken. Das können zum Beispiel die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs, ein defektes Haushaltsgerät oder auch finanzielle Extrawünsche wie Urlaub, Kleidung oder neue Einrichtungsgegenstände sein. Der Privatkredit hat also die alte Gewohnheit abgelöst, zunächst über Monate oder gar Jahre auf bestimmte Anschaffungen hin zu sparen. Stattdessen wird der Kaufpreis durch den Kredit quasi vorgestreckt und kann dann vom Kreditnehmer in kleinen monatlichen Raten zurückgezahlt werden. Allerdings birgt diese Form der Finanzierung von Alltagsgegenständen und Wünschen auch gewisse Gefahren. So kommt es nicht selten in Deutschland vor, dass sich Haushalte hoffnungslos überschulden, indem sie mehrere Ratenkredite für verschiedene Anschaffungen aufnehmen und anschließend die monatlichen Raten nicht mehr aufbringen können. Hier ist also ein verantwortungsvoller Umgang mit diesem Instrument gefragt und jeder sollte sich zunächst Gedanken über seine finanzielle Lage machen, bevor er einen Kredit aufnimmt.

Inzwischen ist der Privat- bzw. Ratenkredit in vielen verschiedenen Varianten erhältlich. Neben der klassischen – hier beschriebenen – Version hat vor allem der Online-Kredit in den letzten Jahren einen wahren Siegeszug gefeiert. Charakteristisch für diese Kreditform ist, dass sie ausschließlich online, also im Internet beantragt und abgeschlossen werden kann. Weil hier ein Großteil des sonst üblichen Verwaltungsaufwands wegfällt, können Online-Kredite günstiger angeboten werden als herkömmliche Ratenkredite.

Weitere spezielle Kreditarten sind der bekannte Dispositionskredit bzw. der Kontokorrentkredit. Erstgenannter wird bei Privatpersonen auf als Überziehungsmöglichkeit auf ein Girokonto eingeräumt, sofern die notwendige Bonität vorhanden ist. Den Kontokorrentkredit dagegen erhalten Unternehmen und Selbstständige, um eventuelle Engpässe in der Liquidität ausgleichen zu können. Bei beiden Formen handelt es sich um Kredite, die auf Abruf bereit stehen.

Wird der Wunsch nach einem Ratenkredit laut, führt viele der erste Weg zunächst zu ihrer Hausbank. Dies wird in den allermeisten Fällen eine so genannte Filialbank sein, also ein Kreditinstitut, das in der Regel direkt am Ort mit mehreren Filialen vertreten ist. Der Kredit wird dann direkt in der Filiale bei einem Mitarbeiter beantragt und kann bei positiver Bewilligung sofort ausgezahlt werden.

Diese Filialbanken haben in den letzten Jahren deutliche Konkurrenz durch die neuen Direkt- oder Internetbanken bekommen. Dabei handelt es sich um Kreditinstitute, die keine eigenen Filialen unterhalten, sondern ausschließlich per Internet, Telefon oder Fax mit ihren Kunden kommunizieren. Auf diesen Wegen können nahezu alle Bankgeschäfte abgewickelt werden, außerdem kann der Kunde, z. B. zum Geldabheben, die Geldautomaten von vielen anderen Kreditinstituten mitbenutzen. Dadurch, dass eine Direkt- oder Internetbank kein teures Filialnetz mit vielen Mitarbeitern unterhalten muss, spart sie einen großen Teil der Kosten ein und kann diese Vergünstigungen – zumindest teilweise – an ihre Kunden weitergeben.

Aus diesem Grund sind Ratenkredite bei Direkt- oder Internetbanken oft wesentlich günstiger zu erhalten, als bei den Filialbanken. Es kann sich also durchaus lohnen, mit seinem Kreditwunsch nicht direkt zur Hausbank zu gehen, sondern sich zunächst über die Konditionen von anderen Banken, insbesondere den Internet- und Direktbanken, zu informieren. Zu diesem Zweck gibt es im Internet komfortable Vergleichsrechner, bei denen Sie lediglich ein paar Eckdaten angeben müssen und anschließend die günstigsten Anbieter übersichtlich aufgelistet präsentiert bekommen. Diese Möglichkeit sollten Sie unbedingt nutzen, um das günstigste Angebot zu finden, welches auf die persönlichen Bedürfnisse perfekt zugeschnitten ist.

Es gibt allerdings bei den modernen Direktbanken auch negative Aspekte. So ist zum Beispiel bei der Kreditvergabe oft der gleichzeitige Abschluss einer Restkreditversicherung notwendig bzw. wird vom Kreditinstitut gefordert. Diese kostet allerdings zusätzliches Geld und muss daher unbedingt in die finanzielle Planung beziehungsweise die Analyse der Kreditkosten mit einbezogen werden.

Ebenso fordern Direktbanken häufig, gleichzeitig mit der Vergabe eines Kredites ein weiteres Konto zu eröffnen, das dann als Verrechnungs- bzw. Referenzkonto genutzt wird. Auch hierbei ist Vorsicht gefragt. Diese Konten sind nämlich meist nicht kostenfrei, so dass die Kreditinstitute hiermit versuchen, entgangene Gewinne durch die günstige Kreditvergabe durch entsprechende Gebühren für das zusätzlich zu eröffnende Konto wieder hereinzuholen.

Wichtig zu wissen: Die Auszahlung der Kreditsumme dauert bei Direktbanken oft länger, da sich der Kunde zunächst mit einem geeigneten Verfahren (z. B. PostIdent oder VideoIdent) legitimieren muss. Dies nimmt inkl. Bearbeitungszeit i. d. R. einige Tage in Anspruch.

Ratenkredite sind aus unserem modernen Leben nicht mehr wegzudenken. Sie ermöglichen es, sich Dinge zu leisten, auf die Oma und Opa früher Monate oder gar jahrelang hin sparen mussten. Allerdings birgt diese überall verfügbare finanzielle Freiheit auch einige Gefahren. Experten bemängeln, dass ein Großteil der Bürger in Deutschland mittlerweile nahezu ausschließlich auf Pump lebt, das heißt, fast alle Dinge des täglichen Lebens werden finanziert, so dass sich immer mehr einzelne Ratenkredite ansammeln und für den Konsument die Gefahr besteht, dass er irgendwann die monatlichen Raten nicht mehr bezahlen kann.

Dazu trägt insbesondere der Umstand bei, dass sich gerade in Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen die persönlichen Finanzen rasend schnell ändern können. Sobald nur ein Mitglied der Familie seinen Arbeitsplatz verliert, gerät die finanzielle Lage oft ganz schnell in eine Schieflage, wodurch verheerende Folgen entstehen können.

Es ist also angeraten, mit dem Instrument des Ratenkredites sorgfältig und verantwortungsvoll umzugehen und seine finanziellen Verhältnisse bereits im Vorfeld genau zu analysieren und durchzurechnen, so dass hinterher möglichst keine bösen Überraschungen entstehen.

Viele Konsumenten haben außerdem das Problem, sich im Dschungel der unzähligen verschiedenen Anbieter von Ratenkrediten und der verschiedenen Kreditmodelle schlichtweg nicht mehr zurecht zu finden. Infolge davon werden oft Kredite in Anspruch genommen, die völlig unpassend zu den persönlichen Anforderungen und den finanziellen Verhältnissen sind.

Daher der Rat: Schließen Sie einen Ratenkredit nicht überstürzt ab. Nehmen Sie sich im Vorfeld genug Zeit, um die persönlichen Anforderung und Bedingungen zu analysieren und eine ausreichend große Zahl von Anbietern miteinander zu vergleichen. In Zeiten des Internet stellt dies in der Regel kein Problem mehr dar, viele Portale bieten inzwischen komfortable Vergleichsrechner an, mit denen sich eine große Zahl verschiedener Anbieter objektiv vergleichen lässt. Auch neutrale Finanz- und Versicherungsberater bieten dafür ihre Dienste an, wobei die Kosten für einen solchen Service oft überraschend niedrig ausfallen. Wer lieber etwas in der Hand hält, kann auch in einer der zahlreichen Fachzeitschriften regelmäßig entsprechende Tests von verschiedenen Kreditanbietern nachlesen.

Obwohl Privatkredite heute meist in der Form des klassischen Ratenkredites vergeben werden, bei dem die Kreditsumme in monatlichen Raten zurückgezahlt wird, gibt es einige Ausnahmen sowie diverse Spezialformen und Abwandlungen davon, die wir Ihnen im Folgenden etwas näher vorstellen möchten.

Endfälliges Darlehen

Das sogenannte endfällige Darlehen ist die mit Abstand einfachste Kreditform überhaupt. Hierbei erhält der Kreditnehmer die Kreditsumme ausgezahlt und zahlt diesen Betrag zuzüglich Zinsen zu einem späteren Zeitpunkt wieder in einer Summe zurück. Allerdings kommt diese Kreditform heute nur noch sehr selten zum Einsatz.

Dispositionskredit

Der Dispositionskredit – kurz: Dispo – wird als Überziehungsrahmen auf ein Girokonto gewährt. Der Kunde kann also innerhalb seines Verfügungsrahmens das Konto überziehen und den dadurch gewährten Kredit nach eigenen Wünschen wieder zurückführen. Nachteil: Die Zinsen für Dispokredite liegen deutlich höher als bei herkömmlichen Ratenkrediten.

Sofortkredit

Der Sofortkredit ist in der Regel nichts anderes als ein gewöhnlicher Ratenkredit, bei dem der Kunde die Kreditsumme jedoch sofort in bar mitnehmen kann. Er eignet sich also insbesondere bei einem sehr kurzfristigen Kapitalbedarf. Allerdings liegen die Zinsen bei Sofortkrediten oft etwas höher als bei anderen Ratenkrediten; hier nutzen die Banken die Zeitnot der Kunden häufig gnadenlos aus.

Kredit ohne Schufa

Wer eine negative Bonität vorzuweisen hat, bekommt in der Regel nur sehr schwer einen Kredit. Einige Anbieter haben sich jedoch auf die Vergabe sogenannter „Kredite ohne Schufa“ spezialisiert. Allerdings tummeln sich in diesem Markt besonders viele schwarze Schafe, welche die Not der Kreditnehmer ausnutzen und Kredite zu horrenden Zinssätzen vergeben. Teilweise sind die Anbieter auch nur darauf aus, Nebenkosten wie Abschlussgebühren etc. zu kassieren.

Kredit für Arbeitslose

Eng angelehnt an den Kredit ohne Schufa ist der Kredit für Arbeitslose. Für seine Inanspruchnahme muss also kein Lohn- oder Gehaltsnachweis erbracht werden. Die zur Verfügung gestellten Kreditsummen sind hier meist recht gering, zudem Fallen die Kosten in Form von Zinsen, Bearbeitungsgebühren etc. vergleichsweise hoch aus. Grund dafür ist das erhöhte Risiko, welchem sich der Kreditgeber aussetzt.

Kredit von Privat

Kredite von Privat werden auf Online-Plattformen wie Smava, Auxmoney etc. vermittelt. Der Kreditgeber ist hier also keine Bank, sondern eine Privatperson. Die Zinsen sind im Vergleich zu herkömmlichen Krediten oft niedriger, die Voraussetzungen zum Erhalt des Kredites unterscheiden sich jedoch kaum.

Zinsfreier Kredit

Immer wieder werden zinsfreie Kredite angeboten, z. B. im Rahmen einer Autofinanzierung. Oft haben die entsprechenden Angebote nur eine zeitlich begrenzte Gültigkeit oder werden nur für bestimmte Kundengruppen vergeben. Zu prüfen ist, ob keine überhöhten Gebühren o. ä. die Vorteile der Zinsfreiheit wieder egalisieren.

Ein Kredit kann vielerlei Kosten verursachen. Die wichtigste Kostenposition ist jedoch der effektive Jahreszins. Bei der Aufnahme eines Ratenkredites ist dieser Zinssatz die wichtigste Kennzahl, mit deren Hilfe beurteilt werden kann, ob der Kredit günstig ist oder nicht. Wir möchten Ihnen hier detailliert aufzeigen, wie dieser Zinssatz berechnet wird und worauf Sie in diesem Zusammenhang besonders achten müssen.

Zunächst ein paar grundsätzliche Fakten: der effektive Jahreszins wird stets in einer Prozentzahl angegeben. Er gibt an, wie hoch die Zinsen pro Jahr ausfallen, die man für den Kredit bezahlen muss. Da der Wert des effektiven Jahreszinses in Prozent angegeben wird, bezieht sich dieser immer direkt auf die Höhe des Kreditnettobetrags.

Im Hinblick auf den Verbraucherschutz fordert die deutsche Gesetzgebung, dass es dem Kunden einwandfrei ermöglicht werden muss, verschiedene Kreditangebote objektiv miteinander vergleichen zu können. Damit dies möglich wird, muss der Jahreszins nach einer festgelegten Methode berechnet werden und alle Kosten enthalten, die in Zusammenhang mit der Kreditaufnahme entstehen. Daraus ergibt sich der so genannte „effektive Zins“. Der Kunde kann sich also sicher sein, dass in diesem Zinssatz alle Kosten enthalten sind und nicht an anderer Stelle noch versteckte Kostenfallen lauern. Daher der Begriff „effektiv“.

Am einfachsten lässt sich die Berechnung des effektiven Jahreszinses anhand eines Beispiels darstellen:

Vorausgesetzt, Sie möchten einen Nettokreditbetrag von 10.000 Euro erhalten und wählen eine Laufzeit von 48 Monaten. Der Zinssatz beträgt hier bei 0,7% pro Monat. Damit ergeben sich folgende Gesamt-Zinskosten:

10.000 Euro x 0,7 Prozent x 48 Monate = 3.360 Euro .

Hinzu kommt nun noch eine Bearbeitungsgebühr von 2 Prozent auf den Nettokreditbetrag. Dies sind 200 Euro.

Die Gesamtkreditkosten betragen damit: 3.360 Euro + 200 Euro = 3.560 Euro. Sie müssen also innerhalb von 48 Monaten für einen Nettokreditbetrag von 10.000 Euro insgesamt 13.560 Euro an die Bank zurückzahlen.

Die Höhe der monatlichen Raten können Sie sich nun leicht ausrechnen, indem Sie die Gesamtkreditkosten durch die Anzahl der gewünschten Raten teilen. In unserem Beispiel wären dies 13.560 Euro geteilt durch 48, was in etwa einer monatlichen Ratenhöhe von 282 Euro entspricht.

Weitere Kosten, die für die Inanspruchnahme eines Kredites entstehen, können Abschlussgebühren (oft in der Bearbeitungsgebühr enthalten) oder Gebühren für eine Restschuldversicherung sein. Diese Gebühren müssen den Zinskosten aufgeschlagen werden, heraus kommt die Summe der Gesamtkosten, welche für den Kredit entstehen.

Wie hoch die Kosten für einen Kredit ausfallen, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. So fließen z. B. die Kredithöhe, die gewünschte Anzahl der Monatsraten und viele andere Punkte mit in die Berechnung dieses Zinssatzes ein.

Weiterhin hängen die Kreditkosten auch mit persönlichen Faktoren des Kreditnehmers zusammen, wie zum Beispiel dessen Bonität. In der Regel erhalten Menschen mit einer sehr guten Bonität wesentlich günstigere Zinssätze, als Kunden mit schlechter Bonität. Grund dafür ist, dass bei einer schlechten Bonität die Banken mit mehr Zahlungsausfällen zu rechnen haben, als bei Kunden, die nachweisen können, bisher noch nie finanzielle Probleme gehabt zu haben. Diese Zahlungsausfälle muss das Kreditinstitut mit in seine Kalkulation einbeziehen und gibt sie anschließend in Form von höheren Zinssätzen an Kunden mit schlechter Bonität weiter. Eine derartige Vorgehensweise ist absolut üblich und bei fast jedem Kreditinstitut anzutreffen.

Und schließlich spielt es natürlich auch eine Rolle, bei welchem Anbieter der Kredit abgeschlossen wird. Die hier bereits erwähnten Direktbanken sowie Kredite von Privat über die entsprechenden Plattformen im Internet sind oftmals günstiger zu haben als der gewöhnliche Ratenkredit bei der Hausbank bzw. Sparkasse.

Grundsätzlich werden Kredite in fast jeder Höhe angeboten – angefangen vom 500.- Euro Kleinkredit für jeden gewünschten Verwendungszweck bis hin zum Immobiliendarlehen im sechs- oder gar siebenstelligen Bereich.

Wie hoch der persönliche Kreditrahmen liegt, hängt wiederum von den bereits im vorigen Abschnitt genannten Faktoren ab – also von der persönlichen Bonität und vom jeweiligen Anbieter. Bei Dispokrediten beispielsweise ist es üblich, dem Kontoinhaber einen Kreditrahmen in Höhe von 3 – 4  Netto-Monatsgehältern einzuräumen. Ratenkredite erhalten Verbraucher teilweise in einer Höhe von zehn oder gar mehr Monatsgehältern. Hier hängt es auch immer vom Verhandlungsgeschick des Kreditnehmers ab, in welcher Höhe ein Kredit bewilligt wird. Immobilienkredite sind eine Klasse für sich, weil die Laufzeiten viel länger ausfallen und die Bank in der Regel als Sicherheit eine Hypothek auf die Immobilie bzw. einen Eintrag im Grundbuch erhält.

Jede Bank fordert bestimmte Voraussetzungen, die der Kreditnehmer erfüllen muss, um das Darlehen bewilligt zu bekommen. Dabei gibt es Voraussetzungen, die grundsätzlich für jeden Verbraucher gelten, aber auch solche, die zum Beispiel die individuelle Bonität und weitere persönliche Faktoren des Kreditnehmers betreffen. Hier eine erste Übersicht:

Zunächst einige generelle Voraussetzungen: Jeder Kunde, welcher sich für einen Ratenkredit interessiert, muss voll geschäftsfähig sein und das 18. Lebensjahr vollendet haben. Sein Wohnsitz sollte sich außerdem in Deutschland befinden. Weiterhin fordern die meisten Banken, dass der Kreditnehmer in einem festen Arbeitsverhältnis steht, welches idealerweise über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten besteht. Zwar bieten einige Banken auch Kredite für Arbeitnehmer, die noch in der Probezeit sind oder in keinem festen Arbeitsverhältnis stehen (z. B. Angestellte von Zeitarbeitsfirmen), diese Kreditgeber sind allerdings deutlich in der Minderzahl.

Man kann feststellen, dass sich die Voraussetzungen für die Vergabe von Privatkrediten in den letzten Jahren merkbar verschärft haben. Während noch vor einigen Jahren solche Kredite in der Regel völlig ohne Sicherheiten vergeben werden konnten, achten die Banken heute sehr viel genauer auf die Bonität des Kunden.

Um die Bonität zu prüfen, wird heute nahezu jede Bank vor Vergabe eines Kredites einen Dienstleister befragen, der Daten über das Zahlungsverhalten von Verbrauchern sammelt. Meist ist dies in Deutschland die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz: SCHUFA. Das Unternehmen sammelt Daten von fast jedem Verbraucher in Deutschland und kann so feststellen, ob es in der Vergangenheit bereits einmal Probleme beim Rückzahlen von Kredite gab.

Doch nicht jede kleine Unregelmäßigkeit wird in die Akte der SCHUFA eingetragen. Hier muss einiges mehr passiert sein, z. B. gerichtlichen Vollstreckungen oder sogar Pfändungen durch einen Gerichtsvollzieher. Unter diesen Voraussetzungen noch ein Ratenkredit zu erhalten, gilt als relativ aussichtslos.

Alternativen zum herkömmlichen Ratenkredit sind Kredite ohne Schufa oder auch der Kredit von Privat über eine Plattform wie Smava & Co.

Unter gewissen Voraussetzungen kann es Sinn machen, einen bestehenden Kreditvertrag zu kündigen und mit einem neuen Kredit die Restsumme abzulösen. Dabei spricht man auch von einer Umschuldung. Meist wird eine solche Umschuldung aus finanziellen Gründen vorgenommen – insbesondere dann, wenn die Zinsen bei einem anderen Anbieter günstiger sind.

Genaues Rechnen ist bei einer Umschuldung also angesagt. Sie lohnt sich nur dann, wenn der entsprechende Kredit in einer Phase mit relativ hohem Zinsniveau abgeschlossen wurde, und die Zinsen derzeit wesentlich niedriger liegen.

Sehr interessant wird eine Umschuldung, wenn damit ein überzogenes Girokonto, also ein Dispokredit, abgelöst werden soll. Da die Zinssätze bei Dispositionskrediten in der Regel so hoch liegen, lohnt sich eine Umschuldung hier in fast jedem Fall. Ähnliches kann gelten, wenn durch die Umschuldung mehrere Kredite zusammengefasst werden sollen. Für den Kreditnehmer ist es meist viel angenehmer, nur noch eine Kreditrate monatlich statt vieler Einzelraten zahlen zu müssen.

Neben den bereits angesprochenen Zinssätzen ist bei einer Umschuldung auch der Kreditgeber genau unter die Lupe zu nehmen. Für die Banken und Kreditgeber ist die Umschuldung ein gutes Geschäft. Sie können damit selbst bereits bestehenden Kunden weitere Kredite verkaufen und so mehr Geld verdienen. Und wo solch lukrative Geschäfte locken, da versuchen mitunter auch schwarze Schafe ihr Glück. Meist versuchen diese, den Kreditnehmer dazu zu überreden, einen höheren Kreditbetrag als benötigt aufzunehmen. Dieser ist dann mit einem viel zu hohen Zinssatz versehen und stürzt den Kreditnehmer nur noch tiefer in die Schuldenfalle.

Ein Kreditnehmer sollte sich nach Möglichkeit für den Fall absichern, dass er aus bestimmten Gründen einmal Probleme bei der Rückzahlung des Darlehens bekommt. Dies könnte beispielsweise dann der Fall sein, wenn der Arbeitsplatz verloren geht, ein Unfall passiert oder eine Krankheit eintritt. Im Zuge solcher Veränderungen im Privatleben kann es leicht geschehen, dass der Kreditnehmer seine monatlichen Raten nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr zahlen kann. Wer in diesem Fall nicht abgesichert ist, riskiert empfindliche Folgen wie beispielsweise eine gerichtliche Vollstreckung.

Um dessen vorzubeugen, gibt es die sogenannte Restschuldversicherung, teilweise auch Kreditversicherung genannt. Solche Versicherungen existieren bereits seit langer Zeit, früher waren sie jedoch ausschließlich dafür gedacht, das Kreditinstitut für den Fall des Todes des Kreditnehmers abzusichern. Inzwischen ist der Leistungskatalog jedoch deutlich größer. Die meisten Restschuldversicherungen schütten ihre Leistungen auch dann aus, wenn der Versicherte unverschuldet aufgrund von Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Unfall seine Raten nicht mehr zahlen kann. Der Abschluss einer Restschuldversicherung kann also durchaus sinnvoll sein.

Vorsicht ist jedoch geboten, wenn die Bank vor der Vergabe des Kredites den Abschluss einer solchen Versicherung zwingend fordert. Dabei handelt es sich meist um Angebote von Versicherungsgesellschaften, die dem Kreditinstitut angeschlossen sind. Die angebotenen Versicherungen sind daher oft besonders teuer und bringen der Bank so zusätzliche Einnahmen. Für den Kreditnehmer bedeutet der Abschluss einer solchen Versicherung allerdings, dass sein Darlehen ein ganzes Stück teurer wird.

Zudem lohnen sich Restschuldversicherungen bei Krediten mit geringen Beträgen kaum. Hier liegen die Versicherungskosten und Gebühren meist so hoch, dass sie in keinem Verhältnis zum eingegangenen Risiko stehen.

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