An der Börse können nicht nur Wertpapiere wie Aktien und Anleihen gehandelt werden, sondern darüber hinaus spezielle Finanzinstrumente, die unter dem Begriff Derivate zusammengefasst werden. Darunter fallen insbesondere Optionen, Optionsscheine und Futures. Eine Besonderheit dieser Derivate besteht darin, dass Trader nicht nur auf steigende Kurse spekulieren können, wie sie es beim Kauf von Aktien tun, sondern es ist ebenfalls möglich, von sinkenden Kursen zu profitieren. Wer sich beispielsweise für den Kauf einer Option entscheidet, muss gleichermaßen wählen, ob es sich dabei um eine sogenannte Call- oder um eine Put-Option handeln soll.

Während es sich bei der Call-Option um eine Kaufoption handelt, die dem Inhaber das Recht verbrieft, den Basiswert zu einem Fixkurs zu erwerben, ist die Put-Option genau das Gegenteil. In diesem Fall kaufen Trader zwar auch eine Option, erwerben allerdings im Gegensatz zur Produktion das Recht, den Basiswert bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem Fixkurs zu verkaufen. Im Idealfall liegt der dann aktuelle Kurs des Basiswertes an der Börse natürlich niedriger als der in der Put-Option festgelegte Kurs, denn dann erzielen Sie einen Gewinn.

Die Put-Option wird ausschließlich genutzt, um auf fallende Kurse zu spekulieren.

Das Prinzip lässt sich sehr gut an einem Beispiel deutlich machen. Angenommen, der Trader geht davon aus, dass der Kurs der Telekom Aktien innerhalb der nächsten sechs Monate fallen wird. In diesem Fall entscheidet er sich für eine Put-Option mit dem Basiswert Telekom Aktie, die mindestens eine Restlaufzeit von sechs Monaten hat. Meistens sind diese Optionen mit einem Hebel ausgestattet, sodass Gewinne, aber auch Verluste, potenziert werden. Fallen die Aktien in der Folgezeit tatsächlich, kann der Trader die Put-Option jederzeit mit Gewinn verkaufen. Tritt allerdings das Gegenteil ein und steigen die Kurse der Telekom Aktien, kann dies im schlimmsten Fall sogar dazu führen, dass die Put-Option verfällt bzw. wertlos wird.