Biologe Karsten Kattmann ist seit acht Jahren bei Novartis. Mit seinem Team entwickelt er Impfstoffe gegen Grippe
Am Montag herrscht in der Firma bereits Hektik. Kattmann wird Mitglied der Sondereinsatzgruppe Pandemie. Tag für Tag setzt er sich mit Wissenschaftlern, Ingenieuren und Managern zusammen. Sie reden darüber, "was auf dem Globus abgeht", sagt Kattmann.
"Wir müssen schnell handeln"
Und was das für die Firma bedeutet. Eine Grippe in Mexiko, mitten im Sommer, die sich rasend nach Amerika ausdehnt. Es sieht so aus, als werde das Virus bald die Welt erobern. So viele Fragen. Was ist das für ein Virus? Was wird es tun? Wie viele Menschen werden erkranken? Wie viele sterben? Den Auserwählten wird klar: "Wir müssen schnell handeln."
Das Werk von Novartis liegt im Stadtteil Marbach. Hier heißen Straßen Bienenweg und Haselhecke, hinter dem Firmenzaun fängt der Wald an. Vor dem Eingang steht in einem Blumenbeet die Bronzestatue des Pferdes Diente, einst Heilserumspender. Von hier aus wollen sie das Virus bezwingen. Die Ersten sein, die den Impfstoff haben. Die Leben retten. Die Ersten auf dem Markt. Ja, wir wollten der Welt "jetzt mal zeigen, was wir können", sagt Kattmann.