Bilderserie
Bilderserie: Die irische Lösung
Gehen oder bleiben? Diese Frage stellen sich gerade viele der rund 10.000 Deutschen in Irland. Zu Hunderten, Tausenden kamen sie nach der Jahrtausendwende auf die Insel des Aufschwungs: junge Berufseinsteiger, die dem ökonomischen Stillstand und der Aussicht auf ein Dauerpraktikanten-Dasein daheim entfliehen wollten. Sie nahmen teil am keltischen Wirtschaftswunder, sie machten Karriere bei Intel, Pfizer oder im boomenden Bankensektor.
Nun ist der Rausch vorbei. Irlands Wirtschaft steht vor dem Zusammenbruch - und die Einwanderer bangen, mitgerissen zu werden. Manche aus der Generation Goodbye sind schon in die Heimat zurückgekehrt, andere zögern. Sie haben Wurzeln geschlagen, wollen ihren Traum nicht aufgeben.
Auch Henrike Schmidt ist in Dublin durchgestartet. Als die damals 26-Jährige im Juni 2005 ankommt, ein Lehramtsstudium in der Tasche, gerät sie sofort ins Visier der Headhunter. "Ich war selbst überrascht", erzählt sie, "aber nach wenigen Tagen konnte ich zwischen mehreren Angeboten wählen."