FTD.de » Politik » Europa » Gerhard Schröder entwirft Euro-Agenda 2012

Merken   Drucken   10.10.2011, 12:19 Schriftgröße: AAA

Euro-Krise: Gerhard Schröder entwirft Euro-Agenda 2012

Schon einmal hat der Ex-Kanzler radikale Reformen angeschoben. Seine Agenda 2010 brachte Deutschland auf Vordermann. In der FTD präsentiert der Sozialdemokrat tiefgreifende Ideen zur Stärkung Europas. Mit dabei: ein 50-prozentiger Schuldenschnitt für Griechenland. von Peter Ehrlich  Brüssel
Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder  (SPD) hat tiefgreifende Vorschläge zur Rettung der Euro-Zone vorgelegt. Der Sozialdemokrat präsentiert seine Forderungen in einem Gastbeitrag für die Montagsausgabe der Financial Times Deutschland. Zu Schröders Euro-Agenda 2012 gehören eine Vergrößerung des Rettungsschirms, ein Finanzminister für alle Länder der Währungsunion sowie gemeinsame Anleihen der Partnerstaaten.
Gerhard Schröder   Gerhard Schröder
In weiten Teilen stellt er sich gegen Positionen der Regierung seiner Nachfolgerin Angela Merkel (CDU). Der Ex-Kanzler übt aber auch Selbstkritik an seinem Euro-Kurs Ende der 90er-Jahre.
Außerdem verlangt Schröder für Griechenland einen "intelligenten Schuldenschnitt um etwa 50 Prozent". Er schreibt in der FTD: "Dieser Teilschuldenerlass muss so gestaltet sein, dass weder der Bankensektor nachhaltig geschädigt wird, noch dass es zu einer Kettenreaktion in anderen europäischen Staaten kommt."
Schröders Euro-Agenda 2012 ist...

 

Schröders Euro-Agenda 2012 ist...

Zum Ergebnis Alle Umfragen

Seiner Meinung nach ist dies möglich, wenn die derzeit von Deutschland und seinen europäischen Partnern diskutierten Vorschläge umgesetzt würden. Schröder bezog sich dabei auf Pläne für eine stärkere Eigenkapitalausstattung der Banken, notfalls mittels Steuergeldern. Griechenland soll nach dem Willen des Sozialdemokraten außerdem eine Treuhandinstitution gründen, in der Staatsunternehmen, öffentliche Infrastrukturen und Immobilien eingebracht und privatisiert werden sollen, um mit den Erlösen die Athener Staatskasse aufzufüllen.
In dem Text fordert der SPD-Politiker die Führungen der EU auf, sich nicht länger von den Märkten treiben zu lassen, sondern zu zeigen, dass die Politik am längeren Hebel sitze. "Politik muss in der Lage sein, ein in sich schlüssiges Programm vorzulegen, eine Agenda für Europa."
Der Bundestagsbeschluss zum Krisen-Schutzschild EFSF sei "nur eine kleine Etappe" gewesen. "Auch dieser Rettungsschirm wird ausgeweitet werden müssen", betont Schröder und stellt sich damit gegen die Linie von Kanzlerin Merkel, die eine Aufstockung des Fonds - vorgesehen sind 440 Mrd. Euro - ablehnt. Weitere Entscheidungen etwa über die Einführung von Eurobonds, also gemeinsamer Anleihen der Euro-Staaten, stünden bevor. "Es schafft kein Vertrauen, wenn die Bundesregierung dieses Instrument grundsätzlich ausschließt."

Teil 2: Mehr statt weniger Europa

  • FTD.de, 10.10.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  

Den Parameter für die jeweilige Rubrik anpassen: @videoList
  • Massaker in Syrien: Russen, bewegt euch endlich

    Russland stand bisher fest an der Seite des Assad-Regimes. Ob mit Waffen oder mit politischer Rückendeckung, Syrien konnte auf die Russen zählen. Das sollte Moskau schleunigst ändern. mehr

  •  
  • blättern
Tweets von FTD.de Politik-News

Weitere Tweets von FTD.de

  26.05. Der Test zu Pfingsten Kennen Sie sich mit Feiertagen aus?

Wann gilt ein bundesweites Tanzverbot? Existiert ein offizieller Vatertag? In Deutschland gibt es viele gesetzliche und kirchliche Feiertage: Was wissen Sie darüber?

An welchem Feiertag gilt ein gesetzliches Tanzverbot in Deutschland?

Der Test zu Pfingsten: Kennen Sie sich mit Feiertagen aus?

Alle Tests

FTD-Wirtschaftswunder Weitere FTD-Blogs

alle FTD-Blogs

Newsletter:   Newsletter: Eilmeldungen Politik

Ob Regierungsauflösung oder Umfragehoch für die Linkspartei - erfahren Sie wichtige Politik-Nachrichten, sobald sie uns erreichen.

Beispiel   |   Datenschutz
 



DEUTSCHLAND

mehr Deutschland

EUROPA

mehr Europa

INTERNATIONAL

mehr International

KONJUNKTUR

mehr Konjunktur

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote