Seiner Meinung nach ist dies möglich, wenn die derzeit von Deutschland und seinen europäischen Partnern diskutierten Vorschläge umgesetzt würden. Schröder bezog sich dabei auf Pläne für eine stärkere Eigenkapitalausstattung der Banken, notfalls mittels Steuergeldern. Griechenland soll nach dem Willen des Sozialdemokraten außerdem eine Treuhandinstitution gründen, in der Staatsunternehmen, öffentliche Infrastrukturen und Immobilien eingebracht und privatisiert werden sollen, um mit den Erlösen die Athener Staatskasse aufzufüllen.
In dem Text fordert der SPD-Politiker die Führungen der EU auf, sich nicht länger von den Märkten treiben zu lassen, sondern zu zeigen, dass die Politik am längeren Hebel sitze. "Politik muss in der Lage sein, ein in sich schlüssiges Programm vorzulegen, eine Agenda für Europa."
Der Bundestagsbeschluss zum Krisen-Schutzschild EFSF sei "nur eine kleine Etappe" gewesen. "Auch dieser Rettungsschirm wird ausgeweitet werden müssen", betont Schröder und stellt sich damit gegen die Linie von Kanzlerin Merkel, die eine Aufstockung des Fonds - vorgesehen sind 440 Mrd. Euro - ablehnt. Weitere Entscheidungen etwa über die Einführung von Eurobonds, also gemeinsamer Anleihen der Euro-Staaten, stünden bevor. "Es schafft kein Vertrauen, wenn die Bundesregierung dieses Instrument grundsätzlich ausschließt."