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Merken   Drucken   13.09.2011, 06:56 Schriftgröße: AAA

Euro-Land vor Staatsbankrott: Planspiele für die Griechen-Pleite

Röslers Tabubruch schlägt hohe Wellen, denn eine geordnete Insolvenz Griechenlands ist nur ein frommer Wunsch. Vorkehrungen für diesen Fall gibt es bisher nicht. Und die Retter in Brüssel verlieren selbst manchmal den Überblick über ihre Hilfspakete.
© Bild: 2011 AFP
Röslers Tabubruch schlägt hohe Wellen, denn eine geordnete Insolvenz Griechenlands ist nur ein frommer Wunsch. Vorkehrungen für diesen Fall gibt es bisher nicht. Und die Retter in Brüssel verlieren selbst manchmal den Überblick über ihre Hilfspakete. von Timo Pache, Jens Tartler  Berlin und Stefan Schaaf, Frankfurt
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Wenn etwas geordnet ablaufen soll, klingt das immer gut. Zumal, wenn es sich um etwas so Unangenehmes wie eine Insolvenz handelt, noch dazu die Insolvenz eines Staates. Kein Wunder also, dass Politiker, die wie Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) nun eine Insolvenz Griechenlands ins Gespräch bringen, zugleich betonen, dass es dabei geordnet zugehen soll.
Tatsächlich aber ist ziemlich unklar, wie eine geordnete Insolvenz Griechenlands konkret funktionieren könnte - was das Risiko eines eher chaotischen Ablaufs deutlich verstärkt. Gleichwohl erhielt Rösler am Montag nicht nur Kritik, sondern auch Lob für seinen Vorstoß.
"Ein Insolvenzverfahren für Staaten der Euro-Zone ist sehr sinnvoll. Es ist sogar unbedingt notwendig", sagte etwa der Ökonom Clemens Fuest von der Universität Oxford der FTD. Auch in einer Währungsunion müsse es die Möglichkeit eines "Staatsbankrotts" geben. "Dadurch würden auch die Gläubiger vorsichtiger."
Und auch der ehemalige EZB-Chefökonom Otmar Issing setzte sich dafür ein. Auf einer Veranstaltung der Schleyer-Stiftung sagte er am Montag: "In Griechenland ist ein kräftiger Schuldenschnitt nötig."

Teil 2: ESM-Insolvenzordnung wird noch verhandelt

  • Aus der FTD vom 13.09.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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