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Merken   Drucken   16.05.2010, 19:26 Schriftgröße: AAA

Euro-Zone: Zweiter Anlauf, letzte Chance  

Leitartikel Wenn der Euro überleben soll, braucht die Euro-Zone dringend neue Regeln. Eine reine Spargemeinschaft wird dabei nicht ausreichen. Es bedarf einer wirklichen Koordinierung der Wirtschaftspolitik.
Wer die hilflosen Appelle vernommen hat, die Jean-Claude Trichet  am Wochenende in diversen Interviews von sich gab, der weiß: Die Europäische Zentralbank hat ihr Pulver verschossen. Ihre Entscheidung, Anleihen von Euro-Staaten aufzukaufen, war Anfang vergangener Woche der wahrscheinlich entscheidende Schritt, der einen GAU an den Finanzmärkten verhindert hat. Doch es war zugleich das Letzte, was die EZB in der Euro-Krise tun konnte. Nun ist es allein an den Regierungen, die gemeinsame Währung zu retten.

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  • Aus der FTD vom 17.05.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 18.05.2010 17:21:42 Uhr   Civis: FINANZKRISE 3.0

    Bürger, sei wachsam!
    Finale Steuerzahlerrasur durch die Politik für die Banken steht erst noch aus!
    Auch wenn unter dem gerechten Bürgerzorn die Regierung der "lahmen Zitterhand" nun medienpompös auf den "gerechten Pfad der Bankenbeteiligung" einschwenkt, so sollte ein absichtlich (!) verstecktes faules Ei der Politik zu Gunsten der Banken durch Bürger/Journalisten tunlichst nicht übersehen werden, denn das geplante Volumen und die dauerhafte Aushebelung des Parlaments gereicht erst recht zum nationalen Untergang!

    Mit der Mini-Bankenabgabe als einem Teil der Regulierung will die Regierung unter der Hand eine volle (!) Staatshaftung mit Zentralbankgeldzugriff für Bankenpleiten einführen, einmal in Kürze beschlossen ohne dann die Parlamente wieder demokratisch jeweils bemühen zu müssen!

    Kurze Betrachtung des Verhältnisses zw. einer Deutschen Bank mit über 2000.Mrd Bilanzvolumen / Eigenkapital von 1-3% und der Höhe einer voraussichtlichen "Bankenabgabe" von ca. 1.Mrd pro Jahr verdeutlicht schnell, dass bei wieder überfälligen "systemischen" Bankenkrise der Bürger so ungefragt und dann ohne weitere Parlamentsbeteiligung (!) direkt an der Differenz zw. der Deckung der 2-3.Mrd und der durch CDS-Wetten versenkten Hunderten Mrd. pro Bank haften soll!

    Dies wissen die Regierungs- und Oppositionspolitiker sehr genau!
    Nur der Steuerzahler als verfassungsmäßiger Souverän der „(Volks)vertreter“ soll wieder mit vollen Absicht hinter die Fichte geführt werden!

    Genau derselbe Trick soll auch mit einem noch größeren Untergangshebel die Steuerzahler "systemisch" für die nächsten Jahrzehnte ausnehmen, indem bald im Schlepptau der USA man "regulierend" einige wenige zentrale Clearingstellen zur Abwicklung der CDS-Wetten schaffen will (CCPs), anstatt alle CDS (605.Billionen $, dem 65-fachen WELT-BIP oder dem 1000-fachen der Geldumlaufmenge der EU!) sofort zu verbieten!

    Auch hier feiert die Politik vordergründig vor den Medien einen "regulativen Pyrrhussieg", in Wahrheit ist es eine weitere feiste Liebedienerei für Banken zu Lasten des Souveräns, denn auch hier soll der Steuerzahler durch volle Staatshaftung (!) mit direktem Zugriff auf Zentralbankgeld (!) für alle Ausfälle der Emittenten der CDS-Wetten voll in Geiselhaft genommen werden!
    AIG mit 180.Mrd $ Staatszuschuss der USA bei Lehmanpleite, weitgehend zur Begleichung der in Krisenzeiten ungedeckten CDS-Wetten, lässt nur beispielhaft grüßen!

    (!) Die Volumina nüchtern im Verhältnis zur realen Welt betrachtet:
    - der Bundeshaushalt wird z.Zt. durch „echte“ gerade 218.Mrd. EUR p.a. Bundeseinnahmen gedeckt!
    - das gesamte EU-Umlaufgeld beträgt gerade 600.Mrd EUR!
    (!) Andererseits haben die CDS-Wetten (weitgehend in Krisenzeiten ungedeckt) ein Volumen von 605.000.Mrd (!) und werden von den wenigen großen Investmentbanken/Versich. mit 1-3% Eigenkapital de-facto ungedeckt bedient!

    Weitere Kommentare erübrigen sich hier sicher!

  • 17.05.2010 22:44:55 Uhr   lumen22: @fokus, ok , aber..
  • 17.05.2010 19:41:41 Uhr   fokus: @lumen22
  • 17.05.2010 14:03:01 Uhr   lumen22: Nu in Amerika kann das funktionieren
  • 17.05.2010 09:34:31 Uhr   B. Seitz: Unsinn
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