Das Spannende an Dementis ist oft, was sie nicht dementieren: "Es ist absolut irreführend, über Entscheidungen zu berichten, die noch nicht beschlossen wurden", reagierte die Europäische Zentralbank auf einen Medienbericht, sie erwäge den Aufkauf von Staatsanleihen notleidender Staaten ab einer bestimmten Zinsschwelle. Die EZB dementiert damit also, dass Grenzwerte schon beschlossen sind - nicht aber, dass ernsthaft darüber diskutiert wird (man beachte das "noch nicht").
Wer die hohen Zinssätze für spanische, portugiesische oder griechische Anleihen für das Ergebnis eines rationalen Urteils der Märkte hält, begreift sie als berechtigte Strafe für unsolides Wirtschaften der Staaten - und muss eine Zinsschwelle der EZB ablehnen. Wobei man durchaus an der Rationalität des Marktes als Ganzem zweifeln kann: Schließlich wurden nach der Euro-Einführung denselben Ländern noch Niedrigzinsen zugestanden. Wer dagegen die Zinsen für panikgetrieben hält und zu hoch, damit Spanien, Griechenland oder auch Portugal sie noch aus eigener Kraft bewältigen können, der versteht solch eine Zinsschwelle als ein sinnvolles Zeichen der Sicherheit an Investoren, dass ihre Anleihekurse nicht unter ein bestimmtes Niveau sinken. Und dass es überzogen ist, ein Auseinanderbrechen des Euro zu erwarten und einzupreisen.
Es ist zugegebenermaßen gewagt, selbst wenn die Schwelle erst kommt, wenn die Länder die Sparauflagen des EU-Rettungsschirms akzeptieren. Rein rechtlich droht die Zentralbank, ihr Mandat zu überdehnen und Staaten verbotenerweise direkt zu finanzieren. Vor allem aber läuft sie Gefahr, dass sich die EU-Staaten auf die Finanzkraft der Zentralbank verlassen und eigene Reformbemühungen einstellen. Aber eines unterscheidet die Zinsschwellen von bisherigen Aufkaufprogrammen und dem 1000-Milliarden-Tender: Sie können die Krise nachhaltig eindämmen.
Die ganze Euro kriese ist ein künstlich aufgeblähtes objekt um den Euro zu verschachern und riesengewinne damit zu machen im süden sitzen die übeltäter die auch deutschland kaputt machen wollen , ein verbrechen ist das ganze .