Die Versicherungslösung macht aus der EFSF und ihrer Versicherungsgesellschaft einen Fonds zur Ansammlung von Verlusten. Denn anders als im ursprünglichen Modell kauft die EFSF hier nicht mehr direkt Staatsanleihen und behält im Falle eines Schuldenschnitts einen Restwert.
Vielmehr sammeln sich bei ihr stets die ersten Verluste, die bei Staatsanleihen entstehen können. Die Regierung bestritt lange, das Verlustrisiko könnte durch den Hebel steigen. Doch zuletzt räumten die Fraktionen in ihrem Antrag ein, "dass durch die Erhöhung der Kapazität der EFSF das Verlustrisiko sich verändern kann".
Beim zweiten Modell befürchten Kritiker, dass sich Schwellenländer wie China ihr Engagement teuer bezahlen lassen - durch größeren politischen Einfluss in der Euro-Zone oder eine stärkere Rolle in der internationalen Handelspolitik. Die Euro-Zone dürfe nicht erpressbar werden und sich nicht in die Abhängigkeit von Staaten wie China begeben, warnten daher führende Koalitionsabgeordnete.
Da die Details der Hebel aber noch nicht feststehen, werden sich die Abgeordneten in den nächsten Wochen noch häufiger mit diesen Problemen beschäftigen. Der bisherige Entschließungsantrag ist nämlich nicht mehr als eine politische Willenserklärung, die Einzelheiten werden noch international abgestimmt.