Teilnehmer des Weltsozialforums campieren unter Bäumen im brasilianischen Porto Alegre
Eigentlich sollte das diesjährige Weltsozialforum in Nordafrika stattfinden. Doch in Libyen gäbe es schlicht keine Zivilgesellschaft, die einem bei der Organisation helfen könne, sagt Alaa Talbi, der als einziger Araber in Porto Alegre die Fahne des arabischen Frühlings hochhält. In Ägypten, wo man ursprünglich hin wollte, sei es mit der Regierung nicht zu machen. Und in Tunesien habe man es so schnell nicht hinbekommen, hoffe aber, dass es 2013 zum ersten Mal klappe.
Gut für Porto Alegre, denn mangels Konkurrenz kommen nun wieder Zehntausende aus aller Welt in die Stadt und bevölkern die Hotels. Da hilft es wenig, dass der "Rat des Weltsozialforums", der über den Austragungsort entscheidet, immer wieder betont, dass es doch eigentlich hier dieses Jahr gar nicht das "echte" Weltsozialforum sei, sondern nur ein lokales. Bei den Teilnehmern ist der Unterschied jedenfalls nicht angekommen. Auch Präsidentin Dilma Rousseff wird am Freitag ihre Aufwartung machen.
Raniah Salloum