Bei der Premiere des Films "The Expendables" mit Arnold Schwarzenegger säumten Demonstranten den roten Teppich in LA
Der frühere Hollywood-Star, der nach Ablauf seiner Amtszeit Anfang 2011 voraussichtlich wieder in die Filmwelt zurückkehren wird, hat einen Kurzauftritt im Film seines alten Freundes Sylvester Stallone. "Staatsangestellte sollen ihre Arbeit für weniger Geld verrichten, während er seinen Status als Filmstar wiederherstellt", moniert Naj Alikhan, Sprecher der Service Employees International Union, in der Arbeitnehmer aus Dienstleistungsberufen organisiert sind.
Kaliforniens Staatsangestellte wehren sich. Der unbezahlte Zwangsurlaub für rund 156.000 Beamte ist eine von vielen Maßnahmen, mit denen Schwarzenegger den Bundesstaat vor der "finanzwirtschaftlichen Kernschmelze" bewahren will, wie er die Haushaltskrise und die hohe Verschuldung nennt.
Klage gegen Zwangsurlaub
Der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat, der mit einem Bruttoinlandsprodukt von 1840 Mrd. Dollar (2008) als achtgrößte Volkswirtschaft der Welt betrachtet werden kann, leidet wie viele andere US-Bundesstaaten unter der Wirtschaftskrise, der geplatzten Immobilienblase und sinkenden Steuereinnahmen. Der sogenannte Golden State steht auch in diesem Jahr vor einem Loch, das fast 20 Mrd. Dollar groß ist. Um es zu stopfen, versucht Schwarzenegger die Ausgaben um 12,4 Mrd. Dollar zu kürzen.
Betroffen sind vor allem das Gesundheits- und Sozialwesen sowie die Bildung. Kaum ein Bürger und kein Amt kommt dabei ungeschoren davon. Drei Freitage im Monat sollen Beamte ohne Bezahlung zu Hause bleiben, bis das seit 1. Juli fällige Budget steht und der Finanzchef des Staates genug Geld hat, um die Rechnungen zu bezahlen. Mehrere Gewerkschaften haben Klage gegen den Zwangsurlaub eingereicht, der einer Gehaltskürzung von 15 Prozent entspricht.