Im Kampf gegen die Preissteigerungen hatte die Zentralbank seit Oktober schon fünfmal den Leitzins und neunmal die Kapitalanforderungen für die Mindestreserven der Banken erhöht, um überschüssige Liquidität im Markt abzuschöpfen.
Schweinefleisch bleibt sauteuer
In den Städten lag die Inflation im Juni bei 6,2 Prozent, während ländliche Regionen 7,0 Prozent erlebten. Die Staatsagentur Xinhua zitierte Experten, die trotzdem keinen Grund zur Panik sahen. Neue Faktoren, die die Preise antrieben, seien inzwischen unter Kontrolle, sagten diese. Die Lebensmittelversorgung habe sich insgesamt verbessert - mit der Ausnahme von Schweinefleisch. So stiegen die Schweinefleischpreise im Vergleich zum Vormonat Mai um 11,4 Prozent.
Die Chefökonomin der Wertpapierfirma Galaxy, Zuo Xiaolei, sagte laut Xinhua voraus, dass die Preissteigerungen auch künftig hoch sein werden. Es werde eine Weile dauern, bis der Inflationsdruck schrittweise nachlasse.
Die Verbraucherpreise hätten im Juni ihren Höhepunkt erreicht, sagte Cao Fengqi, Professor am Forschungszentrum für Finanzen und Aktien an der Peking Universität. Es wurde auch darauf verwiesen, dass die Maßnahmen der Zentralbank greifen sollten. Auch ließen die Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt nach.