Ex-Notenbankchef Alan Greenspan
Der mit sechs Demokraten und vier Republikanern besetzte Ausschuss hat über 700 Zeugen angehört und Tausende Dokumente gesichtet. Allerdings endete die Untersuchung im Streit: Die Republikaner stimmten der Endfassung des Berichts nicht zu und kündigten eigene Versionen an.
Grobe Versäumnisse macht der Bericht bei der US-Börsenaufsicht Security and Exchange Commission (SEC) aus. Diese habe es trotz riskanter Geschäfte der Banken unterlassen, höhere Kapitalreserven einzufordern. Die Notenbank habe den Fehler begangen, die toxischen Hypotheken nicht einzudämmen und keine strengeren Standards bei der Kreditvergabe einzufordern.
Milliarden für Lobbying
Den Grund für das laxe Vorgehen sieht der Ausschuss auch im "fehlenden politischen Willen", die Finanzindustrie stärker an die Leine zu legen. Beeinflusst worden sei diese Haltung vom Lobbyismus der Banken, die dafür zwischen 1999 und 2008 insgesamt 2,7 Mrd. Dollar ausgegeben hätten.