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Merken   Drucken   29.11.2011, 14:47 Schriftgröße: AAA

Reaktion auf Sanktionen: Demonstranten stürmen britische Botschaft in Teheran

Der Konflikt zwischen Iran und Großbritannien eskaliert. Iranische Studenten stürmen auf das Gelände der britischen Botschaft und reißen die britische Flagge herunter. Sie fordern die Ausweisung des britischen Chefdiplomaten.
Iranische Demonstranten haben am Dienstag in der Hauptstadt Teheran das Gelände der britischen Botschaft gestürmt. In Bildern des staatlichen Fernsehens war zu sehen, wie die Teilnehmer einer anti-britischen Kundgebung auf das Gelände der Vertretung vordrangen und Fensterscheiben einwarfen. Zuvor hatten die Demonstranten vor der Botschaft aus Protest gegen die neuen britischen Sanktionen gegen den Iran die Ausweisung des britischen Botschafters verlangt. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Mehr meldete, Demonstranten hätten die britische Fahne verbrannt und an ihrer Stelle die iranische Flagge gehisst.
Das Schild der britischen Botschaft in Teheran mit roten ...   Das Schild der britischen Botschaft in Teheran mit roten Handabdrücken beschmiert (Archivbild)
Vergangene Woche hatten die USA, Großbritannien und Kanada ihre Sanktionen gegen den Iran verschärft. Zuvor hatte die internationale Atomenergiebehörde einen alarmierenden Bericht veröffentlicht, wonach der Iran zumindest bis 2010 an der Entwicklung von Atomwaffen gearbeitet haben soll. Der iranischen Zentralbank wird Geldwäsche vorgeworfen. Großbritannien brach sämtliche Verbindungen zu iranischen Banken ab. Die Regierung Teherans hatte die Sanktionen scharf kritisiert.
Als Reaktion auf die neuen Sanktionen im Atomstreit hatte der Iran beschlossen, die Beziehungen zu Großbritannien einzuschränken. Zudem sollte der britische Botschafter nach dem Willen des iranischen Wächterrates verwiesen werden. Der Rat hatte einem entsprechenden Gesetzesentwurf am Montag zugestimmt, teilte der Sprecher des Wächterrates, Abbas-Ali Kadchodaei, nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna mit.
  • Reuters, 29.11.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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