Waffe gegen Flugzeugträger:Pekings neue Rakete verändert Machtbalance im Pazifik
Die chinesischen Streitkräfte stellen eine neue Antischiffsrakete in Dienst, die weitreichende Auswirkungen auf das militärische Gleichgewicht im pazifischen Raum hat: Mit dem Flugkörper werden plötzlich Flugzeugträger verwundbar. von Kathrin Hille, Peking
Das sagte Admiral Robert Willard, Oberkommandeur der US-Streitkräfte im Pazifik. Die Waffe ist speziell zur Bekämpfung von Flugzeugträgern geeignet. Willards Aussage lässt den Schluss zu, dass China die militärische Dominanz der USA in Asien deutlich früher infrage stellen könnte, als Beobachter bisher vermutet hatten.
Gefahr droht Flugzeugträgern vor allem durch die neuen landgestützten Raketen Chinas (Archivbild)
Rüstungsexperten halten die Rakete für einen sogenannten Game-Changer, also einen Faktor, der eine ganz neue Situation schafft. Die Mittelstreckenrakete könnte die amerikanischen Flugzeugträger zwingen, sich von Regionen fernzuhalten, in denen China sie nicht sehen will - beispielsweise in den Gewässern um Taiwan.
Unterstützt durch Satelliten, Drohnen und Radar soll die landgestützte Rakete Trägerverbände zielgenau angreifen können. Die Flugzeugträger und ihre Begleitschiffe haben keine Möglichkeit, sich vor den ballistischen Flugkörpern zu schützen.
Die USA und die Länder der Pazifikregion sind zunehmend besorgt, mit welcher Geschwindigkeit China seine Marine ausbaut. Japan etwa beschloss unlängst, sein Militär neu auszurichten - auf eine potenzielle Bedrohung durch China.
Als Reaktion auf die Inbetriebnahme der Raketen denkt das Pentagon über neue Konzepte nach, etwa eine engere Zusammenarbeit von Marine und Luftwaffe. US-Verteidigungsminister Robert Gates sagte im September, die Entwicklung einer solchen Rakete würde das Pentagon zwingen, die Art und Weise zu überdenken, wie Flugzeugträger eingesetzt werden.
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