Liebe Freunde, in der Financial Times Deutschland erschien heute ein schöner Artikel von Allen Greenspan - allen wohl bekannt - über den "Fluch der vielen Puffer".
Er beschreibt sehr schön einen anhaltenden Zustand, der im Höhepunkt der Krise von allen Banken ängstlich auf den Höhepunkt getrieben wurde, indem keine Bank der anderen noch Geld ausgeliehen hat aus Angst vor Totalverlust. Nur durch massive Flutung der Zentralbanken mit Liquidität konnte der akute Herzstillstand des Geldumlaufs überwunden werden. Es war medizinisch ein Koma mit Herzlungenmaschine. Die jetzige "Pufferbildung ist doch auch eine Illusion, wie alle Versicherungen. Das vernünftigste Versicherungsprinzip hatten früher die Bauern am Ort: Wenn einem eine von seinen drei Kühen verreckte, gaben alle so viel her, dass er sich eine neue Kuh kaufen konnte. Es gab keinen Sicherungsfond für verreckte Kühe, sondern im Bedarfsfall waren "Alle für Einen", das alte Motto von Raiffeisen.
Wen hier im Kreis ein Arzt stirbt (Gilt auch für Ärztinnen!), haben sich die übrigen Ärzte verpflichtet jedesmal ein Kranzgeld von ganzen 10 Euro zu spenden. Das funktioniert bestens,und bisher konnten alle Ärzte ohne Hilfe des Staates beerdigt werden.
Das ist das einzige Versicherungsprinzip, was vernünftig und effektiv ist. Ich glaube, dass es beim Schiffsversicherer Lloyds früher auch so funktioniert hat.
Die Pufferbildung ist eine zusätzliche Verlangsamung der Umlaufgeschwindigkeit durch Stilllegung eines Teiles der Liquidität mit Wohlstandsverminderung, wie Greenspan richtig feststellt.
Wie er sich nun die Rolle des Staates zur Verhinderung der Puffer vorstellt, verrät er nicht!
Ich wünsch frohes Schaffen trotz ständigem Wetterwechsel in Natur und auf "den Märkten".
Gerhardus Lang