Fresenius bietet für jede Rhön-Aktie 22,50 Euro. Die Offerte liege um 52 Prozent über dem Schlusskurs der Rhön-Klinikum-Aktie vom Mittwoch, teilte Fresenius mit. An der Börse kam das Angebot zunächst nicht gut an: Die Fresenius-Papiere führten die DAX-Verliererliste mit einem Minus von sieben Prozent an. Die Rhön-Aktien blieben nach Angaben der Deutschen Börse bis 9.45 Uhr vom Handel ausgesetzt.
Für die Offerte soll eine Mindestannahmequote von 90 Prozent plus eine Rhön-Klinikum-Aktie gelten. Mit der Übernahme von Rhön-Klinikum entstehe ein Klinikverbund mit rund 6 Mrd. Euro Umsatz. Fresenius erhöhte zudem seinen Geschäftsausblick für das Gesamtjahr.
Rhön-Gründer Eugen Münch soll laut einer Börsen-Pflichtmitteilung einverstanden sein. Mit der Fusion entstünde der mit Abstand größte private Klinikkonzern Deutschlands.
Rhön hatte am Morgen Zahlen vorgelegt und die Erwartungen des Marktes übertroffen Das Unternehmen bestätigte zugleich die Aussichten für das laufende Jahr. Der Umsatz lag im ersten Quartal bei 682,3 Mio. Euro. Den Vorsteuergewinn Ebit gab Rhön-Klinikum mit 48,5 Mio. Euro an - 4,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum an. Der Konzerngewinn sank den Angaben zufolge um 10,3 Prozent auf 34,1 Mio. Euro.