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12.11.2010, 20:24
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Neue Probleme:
Weitere Qantas-Boeing landet nach Triebwerkspanne
Erneut musste ein Flugzeug der Airlinie nach dem Start wegen eines defekten Triebwerks umdrehen. Diesmal war der Jet eine Boeing 767, das Triebwerk aber nicht von Rolls-Royce. Airbus hat ebenfalls neue Probleme - mit der A320-Familie.
Ein weiteres Flugzeug der australischen Fluggesellschaft
Qantas musste kurz nach dem Start wegen Triebwerksproblemen umkehren. Auf einem inneraustralischen Flug von Perth nach Melbourne bemerkten die Piloten ein Vibrieren in der linken Turbine der zweistrahligen
Boeing 767. Der Jet mit 234 Passagieren an Bord drehte um und landete sicher wieder in Perth. Das betroffene Triebwerk war kein Rolls-Royce-Motor, sondern stammte vom Hersteller
General Electric .
Nach Tests in der Luft habe die Crew entschieden, wieder zu landen, sagte ein Qantas-Sprecher. Er wies die Vermutung zurück, das Feuer an einem Rolls-Royce-Triebwerk eines Qantas-Airbus A380 vergangene Woche habe die Piloten der Boeing zur Rückkehr nach Perth bewogen. "Überhaupt nicht. Unsere Besatzungen sind dazu ausgebildet, sehr konservativ auf Ereignisse während des Fluges zu reagieren, und genau das haben sie in diesem Fall getan", sagte er.
Die Turbine einer Boeing 767 - diese ist von Rolls-Royce
Wegen eines Zwischenfalls in Singapur stehen die mit Rolls-Royce-Triebwerken ausgerüsteten A380-Superjumbos derzeit unter besonderer Beobachtung. Airbus warnte am Freitag, dass sich A380-Auslieferungen verzögern könnten. Der Typ Boeing 767 stammt aus den 80er-Jahren und ist deutlich kleiner als der A380. In Deutschland wird das Modell vom Ferienflieger Condor eingesetzt.
Zwischenfall auch bei Airbus
Der Flugzeugbauer Airbus hat neben den Problemen mit dem A380 weitere - diesmal mit dem Bestsellertyp A320: Nachdem in einem Airbus A321 der British Midland International plötzlich die Cockpit-Bildschirme zeitweise ausgefallen waren, plant der Hersteller nun Verhaltensempfehlungen. "Das Problem ist bekannt, und wir haben in enger Zusammenarbeit mit der Untersuchungsbehörde an einer Lösung gearbeitet. Die wird in Kürze eine Empfehlung herausgeben", sagte ein Sprecher der
EADS -Tochter in Toulouse.
Kursinformationen und Charts
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Boeing
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69,37 USD |
[-1.03] |
-1,46% |
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EADS
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27,015 EUR |
[-0.695] |
-2,51% |
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Innerhalb der kommenden zwei Wochen werde die englische AAIB an alle betroffenen Airlines Verhaltensregeln für die Piloten versenden. Sie sollten darin für das Phänomen sensibilisiert werden und lernen, damit umzugehen, bis es durch eine technische Lösung schließlich behoben werde. Der Sprecher Er bestätigte damit einen Bericht des "Wall Street Journals", das von einer bevorstehenden weltweiten Warnung des Flugzeugherstellers vor fehlerhafter Elektrik berichtete. Vorangegangen war im August ein Zwischenfall an Bord einer A321 der British Midlands auf einem Nachtflug von der sudanesischen Hauptstadt Khartum nach Beirut.
Die A321 ist die Langversion der zweistrahligen A320, die es auch in der verkürzten Form als A319 gibt. Der Jet habe mehrere Minuten lang nicht mehr auf die Steuerbefehle der Cockpit-Crew reagiert und eine bedenkliche Schräglage in der Luft gehabt. In modernen Flugzeugen werden viele Anzeigen für den Betrieb der Triebwerke, die Lage im Raum wie auch die Navigation den Piloten auf Computerbildschirmen angezeigt.
Teil 2: Neue Regeln der US-Flugaufsicht FAA
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Reuters, 12.11.2010
© 2010 Financial Times Deutschland,
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