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11.09.2011, 21:48
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Arbeitsplätze in Gefahr:
Eon verschmilzt Strom- und Gashandel
Exklusiv
Eon will nicht länger zweigleisig fahren: Juristen prüfen eine Zusammenlegung von Ruhrgas und Eon Energy Trading. Als erster Schritt sollen beide Gesellschaften in Personalunion geführt werden.
von Michael Gassmann Düsseldorf
Eon-Chef
Johannes Teyssen treibt den Radikalumbau des Energiekonzerns voran. Derzeit spielen Konzernjuristen nach FTD-Informationen die Alternativen für die Zusammenlegung von Eon Energy Trading mit Ruhrgas durch. "Entweder es wird eine neue Gesellschaft gegründet, in der beide Töchter aufgehen, oder sie werden verschmolzen", sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person. Beide Gesellschaften sind im Energiehandel aktiv - durch den Zusammenschluss will Eon diese Parallelstrukturen auflösen.
Damit konkretisiert sich auch die geplante Zerlegung von Ruhrgas, dem größten deutschen Gasunternehmen. Parallel zu der Zusammenlegung des Handels von Strom und Gas diskutiert
Eon die Zukunft der beiden weiteren Ruhrgas-Kerngeschäfte: Das 12.000 Kilometer lange Pipelinenetz soll verkauft, die Förderaktivitäten sollen abgespalten werden. Entscheidungen darüber könnten auf der nächsten Aufsichtsratssitzung Ende Oktober oder Anfang November fallen.
Eon-Chef Johannes Teyssen treibt den Radikalumbau des Energiekonzerns voran
Mit Einschnitten bei Ruhrgas und dem Energiehandel will der Vorstandsvorsitzende Teyssen bis zu 1,5 Mrd. Euro Kosten jährlich sparen. Intern trägt die Rosskur den Titel "Eon 2.0". Vorgesehen ist dabei auch der Abbau von bis zu 11.000 Arbeitsplätzen - damit ist etwa jeder siebte Job im Konzern bedroht. Diese Unsicherheit versetzt die Mitarbeiter des Unternehmens in große Unruhe.
Dennoch demonstrierte die Eon-Führung am Freitag Entschlossenheit, die Pläne durchzuziehen. So werden die beiden Tochterunternehmen Eon Energy Trading und Ruhrgas künftig weitgehend in Personalunion geführt - ein erster Schritt zur gesellschaftsrechtlichen Fusion. Ruhrgas-Chef Klaus Schäfer übernimmt auch die Chefposition bei Eon Energy Trading.
Ruhrgas-Einkaufsvorstand Hans-Peter Floren rückt in gleicher Funktion in den Vorstand der Schwestergesellschaft ein. Dies sei notwendig, "um eine bessere Koordination des Geschäfts sicherzustellen", hieß es in einer Mitteilung. Parallel ziehen drei Vorstände von Energy Trading in den Ruhrgas-Vorstand ein. Der bisherige Trading-Chef Tony Cocker übernimmt das britische Geschäft.
Teil 2: "Betriebswirtschaftlich gibt es dafür eine glatte Sechs"
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Aus der FTD vom 12.09.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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