2007 beherrschte Putzmeiser an Stückzahlen gemessen immerhin noch ein Drittel des Markts; Schwing musste sich - mit rund einem Sechstel Marktanteil - den zweiten Platz schon mit zwei chinesischen Firmen teilen: Sany und Zoomlion. 2010 vereinigten diese beiden schon 70 Prozent der Weltverkäufe auf sich. Und Sany hat nun Putzmeister geschluckt.
Weil sie in China wenig präsent waren, stürzten Putzmeister und Schwing in der Konjunkturkrise 2009 besonders tief. Bei Schwing halbierte sich der Umsatz in jenem Jahr beinahe: auf 396 Mio. Euro. Im damaligen Geschäftsbericht - ein neuerer ist noch nicht veröffentlicht - heißt es, der Fortbestand hänge vom Sanierungskonzept ab. Wie zu hören ist, sagte Firmenchef Gerhard Schwing im Dezember 2011 auf einer Betriebsversammlung, er spreche mit einem Investor. Unter anderem soll XCMG aus China Interesse gezeigt haben. Rothschild ist schon mindestens seit Oktober mandatiert.
Dagegen soll Putzmeister der Bank Morgan Stanley den Auftrag relativ kurzfristig erteilt haben. Dieser Deal dürfte die Verhandlungen über Schwing erschweren. Auch den Arbeitnehmern macht er Sorge: "Wir haben jetzt sehr viel mehr Angst um die Arbeitsplätze bei Schwing", sagt Eva Kerkemeier von der IG Metall in Bochum. "Putzmeister hat auch in der Krise noch investiert, Schwing nur das Nötigste. Und Putzmeister bekommt jetzt neues Geld in die Hand." Gerhard Schwing war am Mittwoch nicht zu erreichen. Rothschild lehnte einen Kommentar ab.