Bis dahin wolle er ein "wirklich globales Unternehmen" aufgebaut haben. "Das heißt, dass wir auch ein globales Produktionsnetz haben werden. Es macht dann keinen Sinn mehr, Module durch die ganze Welt zu schicken. Man muss vor Ort produzieren, wenn man ein globales Unternehmen sein will", sagte er, ohne konkret zu werden.
Gegen Solarworlds Klage argumentiert er mit drohenden höheren Preisen. "Wenn Solarworld gewinnt, wird das die Industrie um Jahre zurückwerfen. Wir reduzieren die Preise kontinuierlich. Wenn jetzt Zölle kommen, steigen die Preise wieder. Das macht es für die Industrie schwerer, ohne Staatshilfen auszukommen und auf eigenen Beinen zu stehen. Wir sollten nicht gegeneinander kämpfen, sondern gemeinsam gegen die Anbieter fossiler Energieträger." Sollte Solarworld mit der Klage in den USA und Europa, wo Konzernchef Asbeck Ähnliches plant, gewinnen, will Shi seine Präsenz in diesen Märkten verringern. "Wenn Solarworld gewinnt, werden wir uns natürlich noch stärker auf die Länder und Regionen konzentrieren, wo es keine Schutzzölle gibt. China, Asien insgesamt."
Das US-Handelsministerium entscheidet am 2. März abschließend über einen Anti-Subventions-Zoll. Es hatte schon verkündet, dass potenzielle Zölle drei Monate rückwirkend gelten würden.