Jürgen Großmann in Davos
Zuletzt galt es als denkbar, dass Großmann in den Aufsichtsrat des Konzerns mit einem Jahresumsatz von zuletzt rund 53 Mrd. Euro wechselt, was für Ex-Vorstandschefs zwar aktienrechtlich schwierig, aber möglich ist. Großmann sagte, er strebe das nicht an, ebenso wenig wie Mandate in anderen Kontrollgremien: "Das ist für mich kein Thema. Ich bin auch so gut ausgelastet", sagte er. Der Multimillionär ist Eigentümer des Stahlherstellers Georgsmarienhütte und will zudem den Dortmunder Gebäudedienstleister RGM, der ihm zu 90 Prozent gehört und zuletzt rund 130 Mio. Euro umsetzte, internationalisieren. "Ich baue gerade ein neues Unternehmen auf. Das macht eine Menge Spaß", sagte er.
Deutschlands Energiekonzerne verlieren damit ihren wortgewaltigsten und bekanntesten Lobbyisten. Großmann ist von den Vorstandschefs der vier großen, in Deutschland aktiven Versorger Eon, RWE, EnBW und Vattenfall politisch mit Abstand am besten vernetzt. Zuletzt hatte er heftig gegen den raschen Ausstieg aus der Atomenergie und den Zeitplan für die Energiewende gewettert - allerdings ohne Erfolg.