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Proview Shenzhen sieht sich als Eigner der Namensrechte für das iPad in China und bemüht weitere Gerichte in anderen Städten. Apple dagegen sieht sich auch in China als Inhaber der Marke iPad und drohte an, gegen den Bildschirmhersteller Proview notfalls mit einer Verleumdungsklage vorgehen.
"Wir hoffen, dass beide Seiten die ganze Sache aushandeln können", sagte der Proview- Anwalt Ma Dongxiao der Nachrichtenagentur dpa. "Die Gerichtsverfahren werden andauern, bis wir Verhandlungen aufnehmen." Auf die Höhe der Forderungen wollte er nicht eingehen. In einem früheren Gerichtsverfahren war von 10 Mio. US-Dollar die Rede.
"Wir behalten uns das Recht vor, Entschädigung zu verlangen", sagte der Anwalt. Hoffentlich können beide Seiten so schnell wie möglich ein Ergebnis aushandeln, anstatt noch mehr Gerichtsverfahren zu haben." Auf solche Verhandlungen wollte Apple aber bisher nicht eingehen. Der Konzern bekräftigte, die weltweiten Namensrechte 2009 für 35.000 britische Pfund (42.000 Euro) über ein IP Application genanntes Tochterunternehmen rechtmäßig von dem Schwesterunternehmen Proview Taiwan gekauft zu haben.
Doch Proview Shenzhen gibt vor, nicht Teil dieses Geschäfts gewesen zu sein. Beide Unternehmen gehören allerdings der Proview International Holding in Hongkong, die seit 2010 praktisch pleite ist. Sowohl die in den Bermudas angemeldete Holding als auch die beiden Töchter in Taiwan und Shenzhen sind nach Überzeugung eines Gerichts in Hongkong "alle eindeutig unter der Kontrolle" des taiwanischen Geschäftsmannes Yang Long San.