Dell versucht mit dem Ausbau des Servicegeschäfts, dem Druck zu entkommen. Dabei wandelt der Computerbauer auf den Spuren des erfolgreichen IT-Urgesteins
IBM . Der Betrieb von Rechenzentren oder die IT-Beratung sind üblicherweise profitabler als der Verkauf von Hardware. Denn es gibt fast immer jemanden, der den PC billiger anbietet. Die Angreifer von Dell sitzen vor allem in Asien und heißen
Acer ,
Asus oder auch
Lenovo .
Die Dell-Aktie fiel nachbörslich um annähernd fünf Prozent. Für Enttäuschung sorgte bei den Anlegern auch, dass Dell im laufenden Quartal mit einem Umsatzschwund von sieben Prozent rechnet. Analysten hatten bislang mit einem besseren Abschneiden kalkuliert.
Dell ist nach den Zahlen der Marktforschungsfirma Gartner die Nummer drei der PC-Branche hinter
Hewlett-Packard und der chinesischen Lenovo, die bereits 2004 das PC-Geschäft von IBM übernommen hatte. HP legt seine Bilanz am späten Mittwoch vor.
Nach Angaben von Gartner stagnierte der Computerabsatz im vergangenen Jahr wegen der schleppenden Erholung in den USA und der Schuldenkrise in Europa. Erschwerend hinzu kam die Konkurrenz durch die neuen mobilen Geräte. Die Lage bei Dell passt da ins Bild: Der Hersteller vermeldete vor allem Probleme in seiner Heimat USA, wo Apple mit iPhone, iPad und Mac besonders erfolgreich ist.